Stromspeicher

Stromspeicher rechnen sich! Alles was Sie über Stromspeicher wissen müssen

Die Grundidee, Strom aus einer Photovoltaikanlage in einer Batterie vor Ort zu speichern und dann zu verbrauchen, wenn man den Strom benötigt, klingt im Grunde sehr banal. Doch durch die hohe Einspeisevergütung der letzten Jahre waren Stromspeicher auf den ersten Blick nicht wirtschaftlich. Wer aber richtig gerechnet und die staatlichen Subventionen, die auf fast alle Stromkunden umgelegt wurden, einmal separat betrachtet hat, kann feststellen, dass es längst Zeit für die Eigennutzung des produzierten Stroms ist!

Stromspeicher - maximale Unabhängigkeit

Wer sich unabhängig von Gas-, Öl oder Pelletlieferanten machen will, entscheidet sich für eine Wärmepumpenheizung. In Verbindung mit einer Photovaltaikanlage auf dem eigenen Dach und einem Stromspeicher im Keller lässt sich bereits heute eine 100 prozentiger Unabhängigkeit erreichen. Dafür müssten die Stromspeicher jedoch ein Speicherkapazität besitzen, die sich wirtschaftlich nicht rechnet. Daher werden Stromspeicher mit einem Unabhängigkeitsgrad von rund 70 Prozent eingesetzt. Dies ist derzeit das optimale Verhältnis von Kosten und Nutzen. Mit steigenden Stromkosten kann es sich aber in absehbarer Zeit rechnen, die Speicherkapazitäten zu erhöhen. Viele der derzeitigen Systeme sind hierfür bereits ausgelegt. Es müssen nur zusätzliche Batterieblöcke hinzugefügt werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass man mit einem Stromspeicher auch bei einem längeren Stromausfall, wie zuletzt im Münsterland geschehen, weder auf Wärme noch Licht verzichten muss.

Und Stromausfälle nehmen zu! Wie die Bundesnetzagentur in ihrer regelmäßigen Statistik auflistet, müssen die Stromversorger fast täglich eingreifen, um die Netzstabilität in Deutschland zu gewährleisten. Grund ist unteranderem die Spannungsspitzen, die durch die Windenergie entstehen.

Es kann aber auch anderer Gründe für einen längeren Stromausfall geben. Computerviren! Ja, Sie haben richtig gelesen. Cyber-Attaken von Computer-Hackern auf die zentrale Stromversorgung sind keine Fiktion und sollten nicht unter dem Begriff Verschwörungstheorie abgetan werden. Wie die Welt am Sonntag jüngst berichtet, gibt es regelmäßig Versuche von Kriminellen und Terroristen, das Stromnetz langfristig lahm zu legen! Was das bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Keine Heizung, kein Trinkwasser, kein Telefon, kein Licht, sind nur einige Beispiele. Wenn Sie das Thema interessiert, lesen Sie den Bericht in der Welt am Sonntag "So fatal wäre ein Cyberangriff auf die globale Stromversorgung"

Solarstrom nutzen, auch wenn die Sonne mal nicht scheint. Mit Stromspeichern liefert Ihre Anlage bedarfsgerecht Strom - zu jeder Zeit. Wann und unter welchen Umständen sich die Anschaffung eines Solarspeichers besonders lohnt, erfahren Sie hier!

Stromspeicher: Speichern statt einspeisen

Wohin nur mit dem Strom? Diese Frage stellen sich Besitzer von Photovoltaikanlagen regelmäßig, wenn sie vor der Wahl stehen, den überschüssigen Strom entweder ins Netz einzuspeisen oder lieber vor Ort zu speichern.

Während der letzten Jahre ist es hier zu einer Trendwende gekommen, denn immer weniger private Stromerzeuger speisen den Strom ins öffentliche Netz ein. Dafür ist die Nachfrage nach Stromspeichern kontinuierlich angewachsen. Das zeigt sich besonders deutlich an den Antragszahlen für das Speicherförderprogramm: Mehr als 14.000 Anträge waren es allein im Jahr 2015, die von der KfW genehmigt wurden.

Sinkende Einspeisevergütungen

Die Gründe für diese Entwicklung sind zum einen in dem Wunsch nach niedrigeren Stromrechnungen und einem gewissen Maß an Unabhängigkeit zu finden. Deutlich schwerer dürfte jedoch der Umstand wiegen, dass die Einspeisevergütung für erneuerbare Energien in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Gab es im Jahr 2012 für den Strom aus Dachanlagen bis 10 kWp noch 18,73 Cent/kWh, ist der Wert vor allem wegen der Novelle zum EEG aus dem Jahr 2012 auf mittlerweile 12,31 Cent/kWh gesunken. Folglich wird es immer rentabler, den Strom selber zu nutzen und entsprechend zu speichern, statt ihn in das öffentliche Netz einzuspeisen.

Was leisten Stromspeicher?

Der in den Photovoltaikanlagen produzierte Solarstrom muss in der Regel sofort genutzt werden, wenn kein Stromspeicher zur Verfügung steht. Liegt die produzierte Strom-Menge über dem aktuellen Bedarf, erfolgt zwangsläufig die Einspeisung in das Stromnetz. Darunter leidet freilich die Effektivität der Gesamtanlage, da Strom nur am Tag produziert wird, erst am Abend jedoch der Bedarf deutlich ansteigt.

Mit einem Stromspeicher ist es möglich, den überschüssigen, am Tag erzeugten Strom nun auch zu Zeiten nutzen zu können, in denen die Anlage witterungsbedingt zu wenig oder tageszeitbedingt gar keinen Strom liefert. Kurz: Ein Stromspeicher ermöglicht die bedarfsgerechte Nutzung von Solarstrom.

Der Stromspeicher stellt insofern eine sehr komfortable Lösung dar, als dass sich mit ihm die Stromkosten deutlich verringern lassen, ohne dass hierfür nennenswerte Änderungen an den Nutzungsgewohnheiten erforderlich sind. Darüber hinaus leistet man weiterhin einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende und erhöht zugleich die Unabhängigkeit gegenüber den Energieversorgungsunternehmen.

Kosten für Stromspeicher

Ein Stromspeicher gestattet es dem Besitzer einer Photovoltaikanlage, den überschüssigen Strom auch zu Zeiten zu verwenden, an denen die Anlage gerade keinen Strom generiert. Er muss sich also nicht mehr zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung entscheiden, sofern diese Entscheidungsfreiheit in der jeweiligen Situation überhaupt gegeben ist.

Ob sich die Anschaffung eines Speichers lohnt, hängt von dem Vorteil ab, den die Speicherung bzw. Selbstnutzung gegenüber der Einspeisung bringt. Als Bezugsgröße dient der Preis pro gespeicherte Kilowattstunde, der von den Herstellern leider häufig nicht angegeben wird.

Um die Kosten pro gespeicherte Kilowattstunde berechnen zu können, werden zunächst die Investitionskosten durch die speicherbare Energiemenge dividiert. Letztere ergibt sich durch die Nennkapazität multipliziert mit der Anzahl der Vollzyklen, wobei auch Systemwirkungsgrad und die Entladetiefe Berücksichtigung finden sollten.

Günstige Solarstromspeicher kommen dabei auf Preise zwischen 20 und 30 Cent pro Kilowattstunde. Am oberen Ende der Skala können die Preise aber auch zwischen 50 und 60 Cent/kWh liegen. Künftig ist jedoch mit einer Senkung der Preise zu rechnen, da Stromspeicher derzeit noch relativ neu auf dem Markt und die Produktionskosten noch recht hoch sind.

Die folgende Beispielrechnung soll das oben beschriebene Vorgehen noch einmal verdeutlichen:

Nennkapazität (Kp): 6,5 kWh

Entladetiefe (DoD): 0,9 %

Vollzyklen: 5.000

Systemwirkungsgrad: 95 %

Preis des Speichers: 9.850 EUR

1. Berechnung der Kosten pro kWh:

6,5 kWh *5.000 = 32.500 kWh

2. Berücksichtigung der technischen Restriktionen: 32.500 kWh * 0,95 * 0,9 = 27.787,5 kWh

3. Berechnung des Preises pro kWh: 9.850 / 27.787,5 = 0,35447

Aufgerundet ergibt sich somit ein Preis von 0,36 EUR je kWh. Für eine erste Einschätzung ist eine solche Berechnung durchaus sinnvoll. Später sollte jedoch noch eine genauere Berechnung durch einen Fachmann durchgeführt werden.

Amortisation eines Stromspeichers

Aktuell benötigen PV-Anlagen, die mit einem Stromspeicher ausgestattet sind, noch etwa fünf Jahre mehr Zeit gegenüber Anlagen ohne Speicher, um sich vollständig zu amortisieren. Rein von der finanziellen Seite her betrachtet ist es also derzeit noch sinnvoller, eine PV-Anlage ohne Speicher zu installieren. Dies dürfte sich in Zukunft jedoch ändern, da Solarspeicher immer günstiger werden.

Stromspeicher - Hersteller im Überblick

 

 

Powerrouter von Nedap

Der Niederländische Hersteller NEDAP beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Stromspeicher und ist einer der Pioniere auf diesem Gebiet. www.powerrouter.com

 

 


SOLARBATTERIE S10 MINI von e3dc

Der Solarspeicher übernimmt die Stromversorgung des gesamten Hauses. Trotz einer kleinen Erzeugungsanlage ist eine Selbstversorgung bis zur vollständigen Autarkie möglich. Der eingebaute Wechselrichter sichert die Stromüberschüsse in den Batterien und dank automatischer Erkennung wird im Falle eines Stromausfalls auf Notstrombetrieb umgeschaltet. 

www.e3dc.com


POWERWALL von TESLA 

Der kalifornische Autobauer ist für seine Elektroautos bekannt. Nun steigt Tesla in den Markt der Stromspeicher im Gebäude ein. Die günstigsten Stromspeicher aus dem Hause Tesla git es bereits ab 3.000,- Euro. Damit sind sie deutlich günstiger, als vergleichbare Produkte deutscher Hersteller. Jedoch ist die Verfügbarkeit und der Service in Deutschland aktuell noch nicht zufriedenstellend gelöst. www.teslar.com


 

SONNENBATTERIE von SONNEN

Qualität "Made in Germany"! Mehr als 50.000 Menschen werden aktuell durch einen Stromspeicher von der Sonnen GmbH versorgt. Damit ist die die SonnenBatterie der verbreitetste Lithium-Ionen Stromspeicher deutschlandweit. Bis zu 80 % des benötigten Strombedarfs lassen sich mit einem Stromspeicher der Sonnen GmbH abdecken. www.sonnenbatterie.de

 

 

 


SENEC 

Mit über 10.000 Stromspeichern allein in Deutschland ist SENEC einer der großen Anbieter. Die verlängerte Garantie von 14 Jahren verspricht Kunden maximale Sicherheit. Ein Kostenschutz-Zertifikat bringt zusätzlichen Schutz. Die verwendeten Blei-Flüssig-Akkus sind zu fast 100 % recyclingfähig. Im Sommer produzierten Strom im Winter nutzen? Mit der SENEC.Cloud kein Problem. www.senec-ies.com

 

 


Vitocharge von VIESSMANN

Der hessische Heizungshersteller Viessmann ergänzt sein Produktsortiment um einen Stromspeicher. Durch den modularen Aufbau läßt sich die Speicherkapazität flexibel erweitern. Eigensichere Lithium-Ionen-Batteriezellen sorgen für maximale Sicherheit und sind wartungsfrei. Da Viessmann bereits eigene Photovoltaik-Module als auch Wärmepumpen und KWK herstellt, ist der Vitocharge eine sinnvolle Produktergänzung. Vorteil sind die aufeinander abgestimmten Produkte in Verbindung mit der bekannten Viessmann-Qualität. www.viessmann.de

 

 


eloPack von VAILLANT

Überhitzungssichere Lithium-Eisenphoshat-Zellen bilden die Basis des Stromspeichers aus dem Hause Vaillant. Dank eines innovativen Lademanagers, der die Wetterprognose der Folgetage berücksichtigt, werden die Batterien optimal be- und entladen. Der Remscheider Heizungshersteller Vaillant bietet mit seinem Energiespeicher eloPack ebenfalls ein auf andere Produkte wie dem hauseigenen KWK-Gerät ecoPower, der Hochtemperatur-Brennstoffzelle, der Photovoltaikmodule oder der Wärmepumpe abgestimmtes Stromspeicher-System. www.vaillant.de

 

 


Energiespeicher Home und Grid von MERCEDES

Neben Tesla ist mit Mercedes ein weiterer Autobauer in den Markt der Stromspeicher eingestiegen. Langlebige Lithium-Ionen-Akkus made in Germany verspricht der Automauer. Jede nicht benötigte Kilowattstunde Strom aus der Photovoltaikanlage wird im Energiespeicher Home fast ohne Verluste gespeichert und steht dann zu Verfügung, wenn sie benötigt wird. Nach 10 Jahren soll die Speicherkapazität immer noch bei rund 80 % liegen. 8.000 Ladezyklen soll das System gewährleisten. www.mercedes-benz.com

 

 


Gerüchten zufolge werden weitere Dickschiffe in den Markt eintreten. So kündigte jüngst der Automobilhersteller BMW an, Energiespeicher für den Hausgebrauch liefern zu wollen. 

Blei- oder Lithium-Ionen-Akku?

Üblicherweise besteht bei Stromspeichern für den privaten Gebrauch die Auswahl zwischen Blei-, Lithium-Ionen-Akkus, wobei sich Blei-Akkus noch in Säure- und Gel-Varianten unterteilen lassen. Am weitesten verbreitet sind Blei-Säure-Akkus. Diese kommen beispielsweise in Autobatterien zur Anwendung. Lithium-Ionen-Akkus setzen sich aufgrund Ihrer Vorteile jedoch immer mehr gegenüber den Bleivarianten durch. Im Bereich der Photovoltaik entsprechen sie dem Stand der Technik. Das liegt nicht zuletzt auch bei den Unterschieden in der Lebensdauer. Während Lithium-Ionen-Akkus bis zu 15 Jahre eingesetzt werden können, liegt die Lebensdauer von Blei-Akkus nur zwischen 5 und 10 Jahren.

Wichtig: Blei-Akkus gasen aus. Wer sie verwendet, muss daher unbedingt darauf achten, diese nur in gut belüfteten Räumen einzusetzen! Bei Lithium-Ionen-Batterien ist diese Maßnahme nicht erforderlich.

Entladetiefe

Lithium-Ionen-Akkus können eine Entladetiefe von bis zu 100 Prozent erreichen. Demgegenüber ist bei Blei-Akkus bei 50 Prozent meist Schluss, denn eine tiefere Entladung kann sich negativ auf die Lebensdauer auswirken.

Systemwirkungsgrad

Lithium-Ionen-Akkus erreichen einen Systemwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent, während es Blei-Akkus auf etwa 70 Prozent schaffen. Wird eine PV-Anlage also mit Blei-Akkus ausgestattet, muss sie größer dimensioniert werden, was entsprechende Mehrkosten mit sich bringt.

Worauf Sie bei der Auswahl eines geeigneten PV-Speichers achten sollten

Nach der Auswahl des Akkus geht es nun daran, den richtigen Speicher anhand weiterer wichtiger Merkmale ausfindig zu machen. Die wichtigsten Faktoren sind Speicherkapazität, Entladetiefe, Systemwirkungsgrad und Lebensdauer.

Speicherkapazität

Die Kapazität des Speichers sollte dem jeweiligen Bedarf angepasst werden. Wichtig ist, dass der Speicher den Haushalt vom Abend bis in die frühen Morgenstunden versorgen kann - also genau in jener Zeit, in der die Sonne nicht scheint. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt kommt auf einen Jahresstromverbrauch von 4.500 Kilowattstunden. In diesem Fall ist eine Speicherkapazität zwischen 4 und 5 kWh in der Regel ausreichend. Ist ein Speicher zu groß oder zu klein dimensioniert, hat dies Mehrkosten zur Folge, wie im folgenden Beispiel dargestellt:

Ein zu gering dimensioniertes Speichersystem kann nicht genug Energie speichern, um den Bedarf des Haushalts komplett zu decken. Dadurch wir es nötig, Netzstrom hinzuzukaufen. Bei einem Strompreis von 0,28 EUR/kWh und einem Mehrverbrauch von 500 kWh ergeben sich so bereits Mehrkosten in Höhe von 140 Euro.

Um die richtige Speichergröße zu ermitteln, sollte zuerst der Strombedarf des Haushalts festgestellt werden. Eine gute Grundlage hierzu bildet der Jahresstromverbrauch der letzten fünf Jahre. Für einen Vierpersonenhaushalt lässt sich folgende Faustformel verwenden: Der Strombedarf von im Schnitt 4.500 kWh lässt sich durch eine PV-Anlage mit 4-6 kWp abdecken. Die nutzbare Kapazität des Speichers sollte dann zwischen 4 und 6 kWh liegen.

Entladetiefe

Mit der Entladetiefe wird angegeben, wie viel Prozent der Speicherkapazität sich überhaupt nutzen lassen. Die meisten Stromspeicher benötigen nämlich eine Restladung, um Schäden infolge einer Tiefenentladung zu vermeiden. Üblich sind derzeit Entladetiefen von 50 Prozent bei Blei- und bis zu 100 Prozent bei Lithium-Ionen-Akkus. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. empfiehlt, die Entladungstiefe eines Stromspeichers niemals zu unterschreiten, da sonst die Lebensdauer der Batterie deutlich verringert wird.

Systemwirkungsgrad

Während der Speicherung von Solarstrom ergeben sich Umwandlungsverluste, wodurch ein Teil der Energie beispielsweise in Wärme umgewandelt wird. Mit dem Wirkungsgrad wird angegeben, wie viel Prozent der gespeicherten Energie auch tatsächlich genutzt werden. Üblich sind derzeit Werte zwischen 70 % und 95 %. Beim Kauf sollte ein möglichst hoher Wirkungsgrad von mehr als 90 % angestrebt werden.

Es gilt jedoch zu beachten, dass es sich beim Wirkungsgrad der Batterie und dem Gesamtwirkungsgrad um zwei verschiedene Werte handelt. Der Gesamtwirkungsgrad bezieht sich auf den kompletten Speicher inkl. Wechselrichter und nicht nur auf den Akku. Aufgrund der Umwandlungsverluste von Gleichstrom in Wechselstrom liegt der Gesamtwirkungsgrad in der Regel unter dem Wirkungsgrad des Akkus. Nicht wenige Anbieter verschweigen dies.

Lebensdauer

Die Lebensdauer von Stromspeichern liegt zwischen 5 und 15 Jahren - je nach Modell, eingesetztem Akku und Hersteller. Kunden sollten nach einem Speichersystem Ausschau halten, dessen Hersteller mindestens 10 Jahre Garantie gibt.

Funktionsweise von Stromspeichern

Stromspeicher sollen den auf dem Dach gewonnenen Solarstrom dann zur Verfügung stellen, wenn die Sonne gerade nicht scheint - also in erster Linie während des Abends und in der Nacht. Tagsüber werden mit dem Solarstrom zunächst alle aktiven Stromverbraucher wie beispielsweise Kühltruhen, Unterhaltungselektronik oder der PC versorgt. Sobald jedoch mehr Strom zur Verfügung steht, als gerade nachgefragt wird, wird dieser überschüssige Strom an den Solarspeicher weitergeleitet, welcher sich dann mit der Zeit auflädt. Erst wenn der Speicher voll aufgeladen ist, wird der überschüssige Strom ins Stromnetz eingespeist und entsprechend dem individuellen Vertrag vergütet. Wird nun abends oder nachts Strom benötigt, kann dieser aus dem Solarspeicher bezogen werden. Dabei ist es unerheblich, ob dieser komplett oder nur teilweise aufgeladen wurde. Nur dann, wenn der Speicher fast leer ist und auch von der PV-Anlage kein Strom mehr kommt, wird Energie aus dem Stromnetz bezogen. Dank des Speichers kann also ein Großteil des selbst erzeugten Stroms auch selber genutzt werden - unabhängig von der Tageszeit.

Wie lässt sich ein Solarspeicher in eine bestehende Anlage integrieren?

Viele der derzeit am Markt erhältlichen Stromspeicher lassen sich nicht so ohne Weiteres in bestehende Anlagen integrieren. Oftmals sind technische Veränderungen wie beispielsweise der Austausch des Wechselrichters nötig. Hinzu kommen das hohe Gewicht und die nicht zu unterschätzenden Abmessungen eines Stromspeichers, durch welche die Aufstellmöglichkeiten eingeschränkt werden und die zuweilen einen hohen Installationsaufwand verursachen. Die hiermit verbundenen Arbeiten können mehrere Installateure einen ganzen Tag lang auslasten. Wer sich einen Stromspeicher zulegt, sollte jedoch stets darauf achten, dass dessen Installation von geschultem Fachpersonal vorgenommen wird.

Wann lohnt sich ein Photovoltaikspeicher?

Wer sich eine neue PV-Anlage zulegt, für den lohnt sich in aller Regel auch der Erwerb eines Stromspeichers. Durch ihn wird es möglich, einen Großteil des produzierten Stroms auch selbst zu nutzen. Im gleichen Zuge verringert sich die Menge an Strom, die vom örtlichen Energieversorger bezogen werden muss.

Bei Anlagen, die nach 2011 in Betrieb genommen wurden, ist die Nachrüstung eines Stromspeichers meist ebenfalls lohnenswert. Seit 2012 liegt nämlich der Strompreis über der Einspeisevergütung, wodurch die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist.

Wurde die Anlage früher in Betrieb genommen, bedarf es einer genauen Prüfung, ob sich die Anschaffung eines Speichers lohnt, da für solche Anlagen noch höhere Vergütungssätze gelten. Erhielten Anlagenbetreiber zwischen 2009 und 2011 eine zusätzliche Vergütung für eigenverbrauchten solaren Strom, sollten Sie die Anschaffung eines Speichers in Erwägung ziehen.

Bei der Entscheidung, ob ein Stromspeicher angeschafft werden soll oder nicht, sollte auch die zukünftige Entwicklung in die Überlegungen mit einbezogen werden. Ist es bereits absehbar, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen in naher Zukunft ändern werden oder eine Solaranlage weniger Profit abwirft, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, einen Speicher nachzurüsten.

Kosten für einen Solarstromspeicher

Derzeit finden sich allein auf dem deutschen Markt rund 300 verschiedene Stromspeicher von 44 Herstellern. Die Anschaffungskosten liegen zwischen 5.000 und 30.000 Euro. Diese Preisspanne ergibt sich aus den Unterschieden bei der verwendeten Batterietechnik (Blei- oder Lithium-Ionen-Akku), der Kapazität und den verbauten Komponenten.

Wegen dieser Preisschwankungen ist es äußerst ratsam, die technischen Daten einzelner Geräte genau zu studieren und vor dem Kauf gut abzuwägen, worauf man selbst besonders großen Wert legt bzw. angesichts des ermittelten Bedarfs legen sollte. So ist es möglich, die infrage kommenden Geräte vorab einzugrenzen und anschließend deren Kosten miteinander zu vergleichen. Zu beachten ist, dass es sich bei den meisten Preisangaben um reine Materialpreise handelt und deswegen noch die Kosten für Transport und Montage hinzugerechnet werden müssen.

Viele der am Markt erhältlichen Geräte lohnen sich wirtschaftlich erst dann, wenn für deren Anschaffung auch Förderungen vom Staat in Anspruch genommen werden können.

Möglichkeiten zur Förderung von Solarspeichern

Es empfiehlt sich in jedem Fall, sich vor dem Kauf über die Möglichkeiten einer Förderung zu informieren. So gewährt beispielsweise die KfW-Bank gleich mehrere Programme bzw. Förderungen, mit deren Hilfe sich die Finanzierung dieser Investition deutlich einfacher gestalten lässt. Bis zum 31.12.2015 hatte es noch das "Förderprogramm Erneuerbare Energien - Speicher (275)" gegeben. Nach einer zweimonatigen Pause wurde es am 1. März 2016 mit verschärften Rahmenbedingungen neu aufgelegt. Dieses Förderprogramm für Batteriespeicher bei Photovoltaikanlagen soll noch bis zum 31.12.2018 weiterlaufen.

Daneben bietet sich Interessenten die Möglichkeit, einen Stromspeicher mithilfe der KfW-Förderprogramme "Erneuerbare Energien - Standard (270/274)" sowie "Energieeffizient bauen (153)" zu finanzieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, entscheidet sich für einen Stromspeicher, der auch ohne die Inanspruchnahme von Fördermitteln wirtschaftlich ist.

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FAZIT

Ein Solarspeicher ermöglicht die bedarfsgerechte Nutzung von Solarstrom auch zu Zeiten, in denen die Sonne mal nicht scheint. Dadurch sinken die Kosten für Strom nachhaltig, da weniger Energie hinzugekauft werden muss. Die Technologie darf mittlerweile als ausgereift betrachtet werden und das Preisniveau wird mittel- bis langfristig deutlich sinken. Das macht PV-Speicher sowohl für neue als auch bestehende Solaranlagen zu einer lohnenswerten Investition.

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