Den Thermostat am Heizkörper richtig einstellen

Die Heizung richtig einstellen und Heizkosten sparen

 

Bei steigenden Heizkosten ist die richtige Bedienung und Einstellung der Temperatur am Heizkörper-Thermostat und an der zentralen Heizungsregelung ein wichtiger Faktor. Denn mit minimalem Aufwand lassen sich Energiekosten sparen und der Komfort bleibt dabei nicht auf der Strecke. 

Heizung richtig einstellen: Thermostatventil und Kesselregelung bieten viel Einsparpotential

Leider glaubt viele Bundesbürger, ein Heizungsthermostat wäre nur zum Auf- und zudrehen. Durch diese Fehlannahme wird jedoch unnötig Energie verschwendet. Wir möchten hier erklären, wie ein Thermostatkopf funktioniert und wie er richtig bedient wird. 

Ein Heizungsthermostat oder besser Heizkörperthermostat regelt die eingestellte Temperatur im jeweiligen Raum eigenständig und dauerhaft. 

Ist es sinnvoll, die Heizkörperthermostate herunter zu drehen? 

Hierfür gibt es keine allgemeingültig Antwort, da sowohl die Bauart des Gebäudes sowie die aktuelle Außentemperatur eine entscheidende Rolle spielt. Wenn an der zentralen Regelung des Heizkessels eine Nachtabsenkung eingestellt ist, muss der Thermostatkopf in Räumen, die dauerhaft genutzt werden, Nachts nicht verstellt werden.

Je wärmer der Raum, je kälter die Außentemperatur und je schlechter die Wärmedämmung der Außenwände um so mehr Wärme entweicht aus dem Gebäude. In diesem Fall macht ein runterregeln der Thermostatköpfe Sinn. Sinkt die Temperatur im Raum jedoch zu stark, ist mit Schimmelbildung zu rechnen. Für das wiederaufheizend des Raumes sollte entsprechend Zeit eingeplant werden. Denn dies kann mit unter eine Zeit dauern. Moderne Heizkörpersteuerungen via Handy wie das System Danfoss Link übernehmen die Regulierung der optimalen Raumtemperatur automatisch und sparen so bis zu 25 % der Energiekosten.   

Gut isolierte Gebäude und Häuser mit massiven Wänden verlieren die Wärme nur sehr langsam. Hier lohnt sich eine Absenkung der Rautemperatur nur bei längerer Abwesenheit. 

Thermostat einstellen: Gewusst wie

Auf vielen Heizkörperthermostaten ist ein Frostschutzsymbol vorhanden. Dies schützt nur den Raum vor zu starker Auskühlung zum Beispiel im Winter, wenn ich selbst im Urlaub bin und alle Thermostatköpfe zugedreht habe. Die Rohrleitungen sind dadurch jedoch nicht vor dem Einfrieren geschützt. Um teurer Reparaturen durch eingefrorene Leitungen zu vermeiden, empfehlen wir, zumindest einen Heizkörper am Ende des jeweiligen Heizstranges auf mindestens 18°C bzw. Stellung 2-3 zu belassen und auf keinen Fall die Heizungspumpe oder gar die gesamte Heizung abzustellen. 

Was bedeuten die Zahlen auf den Heizkörperthermostaten 

Häufig hören wir die Aussage, "bei einem Heizkörper wird es bei Stellung 5 gerade so warm und bei einem  anderen Heizkörper reicht Stufe 3". Ja, das kann durchaus sein und hat verschiedene Gründe. Zum einen sind Thermostatköpfe nicht geeicht und haben entsprechende Toleranzen. Zum anderen verlieren sie an Genauigkeit, je älter sie werden und zuletzt kommt es auf die unterschiedlichen Einbaulagen an. Bei einem Heizkörper in einer Nische zum Beispiel kann es zu Stauwärme kommen und der Heizkörperthermostat misst nicht die tatsächliche Raumtemperatur sondern eine zu hohe Temperatur durch den Wärmestau. Abweichungen lassen sich also nicht grundsätzlich vermeiden. Aus diesem Grunde stehen auch keine Grad-Angaben auf dem Thermostat! Für jeden Raum wird mit unter eine eigene Einstellung notwendig sein obwohl immer die gleiche Temperatur gewünscht ist. 

Übrigens gibt es für das Beispiel "Heizkörper hängt in einer Nische" spezielle Heizkörperthermostate mit einem separaten Fühler, so genannte Thermostate mit Fernfühler. Diese messen dank einem verlängerten Fühler die tatsächliche Raumtemperatur ohne den Wärmestau. Moderne SmartHeating-Lösungen steuern heute die Heizkörper über eine App auf Ihrem SmartPhone. Eine günstige wie gute Smart-Heating Lösung ist zum Beispiel das System Danfoss Link. Wer mehr als nur smart Heizen möchte, ist mit RWE SmartHome bestens bedient. 

Heizung richtig einstellen: Den Heizkörper voll aufdrehen bringt wenig

Es ist Ihnen zu kalt und Sie reissen den Thermostatkopf voll auf, damit es schneller warm wird. Der überwiegende Teil glaubt an dieses Märchen, doch es bringt nichts. Ein Thermostatkopf ist kein Wasserhahn bei dem mehr Wasser kommt, je mehr ich ihn aufdrehe. Denn im inneren des Thermostaten ist ein komplexer Mechanismus verbaut, der versucht, die eingestellte Temperatur sauber zu regeln. Wenn Sie also 21°C im Raum haben möchten, stellen Sie den Thermostatkopf auf Stufe 3. Für 3 Grad mehr stellen Sie auf Stufe 4 und für weitere 3 Grad mehr auf Stufe 5. Wenn die Vorlauftemperatur Ihres Heizkessels richtig eingestellt ist und der Heizkörper im Zimmer optimal ausgelegt also berechnet wurde, sollte es keine Probleme geben. Die Indografik erklärt sehr einfach, wie Sie den Heizkörperthermostaten richtig bedienen. 

Müssen Thermostatköpfe erneuert werden? 

Ja, denn ein Heizkörperthermostat bewegt sich dauerhaft und viele tausend mal pro Jahr auf und zu. Damit verbunden ist ein Verschleiß unumgänglich. Wir empfehlen einen Austausch nach Bedarf, wenn zum Beispiel der Heizkörper dauerhaft warm bleibt oder nicht mehr warm wird. Spätestens nach 15 Jahren hat jeder Thermostatkopf ausgedient und sollte erneuert werden. 

Gibt es eine Alternative zu herkömmlichen Thermostaköpfen?

Im Zeitalter der digitalen Technik gibt es komfortablere, schickere und wirtschaftlichere Arten, die Raumtemperatur zu regeln. Das Zauberwort heißt SMART HOME. Hierbei werden die vorhandenen Thermostate durch elektrische Thermostate ausgetauscht und ins Wlan-Netz eingebunden. Alle Räume lassen sich so individuell per SmartPhone regeln. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel zum Thema SMART HOME

Zentrale Regelung am Heizkessel richtig einstellen

Neben der richtigen Einstellung und Bedienung der Heizkörper in den Räumen ist die Einstellung der zentralen Regelung am Heizkessel ein entscheidender Faktor, um dauerhaft Energie zu sparen. 

Hausbesitzer sollten an der Heizungsregelung zu erste die Ein- und Ausschaltzeiten kontrollieren. Passen die Einstellung der Regelung mit dem tatsächlichen Gewohnheiten der Hausbewohner zusammen? Häufig wurden bei der Installation der Heizung Schaltzeiten eingestellt und nie wieder auf den tatsächlichen Bedarf angepasst. Beispiel: Die Einstellung der Schaltzeiten erfolgte, als noch alle Hausbewohner berufstätig waren und um 07:00 Uhr aufstehen mussten. Also hat der Heizkessel um 06:00 Uhr begonnen, zu heizen. Zwischenzeitlich stehen die Hausbewohner aber erst um 08:00 Uhr auf. Es würde also reichen, wenn die Heizung eine Stunde später mit dem Heizen beginnen würde. Die Einsparung über 220 Arbeitstage pro Jahr ist dann erheblich. 

Zusätzlich sollte die Einstellung der Heizkurve überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Denn auch hier lässt sich mit minimalem Aufwand dauerhaft bares Geld sparen!