Heizölverbrauch senken

4 Schritte, um Ihren Heizölverbrauch dauerhaft zu senken

Trotz der derzeit geringen Heizölpreise ist ein sinnvoller und sparsamer Umgang wichtig um dauerhaft Heizkosten zu sparen. Aber wie lässt sich der Heizölverbrauch einer Ölheizung dauerhaft senken?

Im Schnitt wird in einem Einfamilienhaus je Quadratmeter rund 18 Liter Heizöl pro Jahr benötigt, um Wärme und einen behaglichen Wohnkomfort zu erzielen. Warmwasser ist da bereits mit eingerechnet. Lässt man den Warmwasserverbrauch bei dieser Rechnung außen vor, reduziert sich die Heizölmenge auf 13 Liter.

Der Heizölverbrauch eines Einfamilienhauses ist von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Dazu zählen beispielsweise Vorlauftemperatur und technischer Zustand der Heizanlage. Geht viel Wärme nach außen verloren, muss mehr geheizt werden. Dementsprechend spielt auch die Dämmung des Hauses (z.B. Fenster, Dach oder Fassade) eine außerordentlich wichtige Rolle.

Mit der folgenden Methode können Sie den Heizölverbrauch für Ihr Haus überprüfen und dauerhaft senken.

Heizölverbrauch ermitteln

Zuerst wird dafür der letzte Jahresverbrauch benötigt. Wird auch das Warmwasser über die Ölheizung erzeugt, ziehen Sie vom Verbrauch in Litern noch einmal 80-100 Liter ab. Die jetzt noch verbleibende Literzahl wird anschließend durch die Anzahl Quadratmeter des Hauses geteilt. Kommen Sie nun auf einen Wert nahe von oder genau auf 13 Liter, liegt ihr Verbrauch in einem vertretbaren Rahmen. Das heißt aber nicht, dass kein Optimierungspotenzial mehr vorhanden wäre.

Richtig Lüften senkt Heizkosten

Ein oft genannter und sehr effektiver Tipp zum Senken des Heizölverbrauchs betrifft das richtige Lüften. Statt Fenster und Balkontüren auf Kippstellung zu bringen, lüften Sie lieber mehrmals täglich, indem Sie alle Fenster komplett öffnen. Dieses Stoßlüften verhindert nämlich, dass die Wohnung nach und nach auskühlt. Die in Möbeln und Wänden gespeicherte Wärme bleibt erhalten und es erfolgt lediglich ein Luftaustausch, der etwa 5-7 Minuten benötigt, je nach Lage der Fenster.

Optimierung von älteren Heizungen

Auch wenn die Ölheizung bereits in die Jahre gekommen ist, lässt sich hier noch einiges an Sparpotenzialen rausholen. Dazu bedarf es nur geringfügiger technischer Maßnahmen wie beispielsweise eines sogenannten Check-Ups. Hierbei prüft ein Fachmann zum Beispiel, inwieweit sich die Heizungsleistung an die Außentemperaturen anpassen lässt. Ist eine Heizung nicht richtig eingestellt, kann sie in der Übergangszeit genauso viel Energie verbrauchen wie an kalten Wintertagen. Eine intelligente Regelung der Anlage kann unter Umständen also eine Menge Geld sparen. Hinzu kommt dann noch eine Heizkörperentlüftung, denn zu viel Luft in den Heizkörpern kann die Leistungsfähigkeit einer Anlage stark beeinträchtigen.

Auch die Thermostate sieht sich der Fachmann an und stellt diese gegebenenfalls richtig ein. Bei dieser Gelegenheit können übrigens auch gleich programmierbare Thermostate installiert werden.

Rechtzeitig hydraulischen Abgleich durchführen lassenMacht sich die Heizung zunehmend durch eine eigene Geräuschkulisse bemerkbar, die sich beispielsweise in Gurgeln, Rauschen oder Pfeifen ausdrücken kann, wird es unter Umständen teuer. Denn dann läuft die Heizungspumpe mit hoher Wahrscheinlichkeit am Limit, wobei die Heizkörper nicht zwangsläufig auch richtig warm werden müssen. Hier wird es Zeit, einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen.

Ein Fachmann optimiert dabei die Wärmeverteilung im gesamten Haus, was der Energieverschwendung ein Ende setzt und den Wohnkomfort verbessert.

Was tun bei überdurchschnittlichem Heizölverbrauch?

Gehört Ihr Kessel bereits zur alten Garde mit mehreren Jahrzehnten treuen Dienstes auf dem Buckel, wird es Zeit, an einen Austausch zu denken. Hier bietet sich der Wechsel zu einem modernen Öl-Brennwertkessel an. Das senkt nicht nur langfristig die Heizkosten, sondern wird im Rahmen des Programmes "Deutschland macht Plus" auch aktuell mit bis zu 1.200 Euro Zuschuss und 300 Euro Aktionsprämie bei der Erstbefüllung gefördert. Ein modernes Öl-Brennwertgerät spart gegenüber einer veralteten Ölheizung mal eben 30 Prozent an Energiekosten ein. Da muss man nicht lange rechnen. Eine Modernisierung der alten Heizung macht sich bereits nach wenigen Jahren bezahlt. Hier gehts direkt zu "Deutschland macht Plus".