Frostschäden an Heizungs- und Wasserrohren

Vermeiden Sie geplatzte Leitungen im Winter

Wandern die Temperaturen im Winter unter den Gefrierpunkt, kann dies zu außergewöhnlichen Belastungen oder gar Schäden an Heizungs- und Wasserrohren führen. Frostschäden lassen sich jedoch vermeiden, wenn rechtzeitig die richtigen Maßnahmen getroffen werden.

Böse Überraschung nach dem Urlaub

Zwei Wochen Skiurlaub in den Schweizer Alpen, die konnte und wollte Familie Bauer sich in diesem Jahr gönnen. Den Tag über die Pisten unsicher machen und sich dann abends im Spa verwöhnen lassen. Dann ein gemütliches Abendessen und den Tag mit einem gemütlichen Spaziergang durch die verschneite Landschaft ausklingen lassen. Entsprechend gut erholt kommt das Paar nach seinem verdienten Urlaub wieder zurück nach Hause. Gleich nach der Ankunft daheim wollte Herr Bauer im Keller noch schnell die Heizung wieder einschalten. Doch so weit kam es nicht, denn noch bevor er den Heizungsraum erreichen konnte, musste er feststellen, dass der komplette Kellerboden mit Wasser vollgelaufen war.

Das Resultat: Vollgesogene und aufgequollene Holzregale, feuchte Wände und durchnässte Kartons mit Büchern, die nur noch ein Fall für die Altpapiertonne waren. Die Erholung ist natürlich futsch, denn jetzt stehen erst einmal Hektik und Anspannung auf dem Programm. So ein Fall zieht nicht nur viel Arbeit nach sich, sondern auch noch hohe Kosten.

Auch bei längerer Abwesenheit: Heizung eingeschaltet lassen!

Eigentlich hatte Familie Bauer geplant, Heizkosten zu sparen, indem sie die Heizung während des Urlaubs komplett abschalten. Dass dies ein folgenschwerer Fehler war, zeigt sich nun an der Poollandschaft im Heizkeller. Gerade dann, wenn man längere Zeit nicht zuhause ist, sollte die Heizung eingeschaltet bleiben, um ein Absinken der Temperatur unter den Gefrierpunkt zu vermeiden. Denn frieren die Heizungsrohre ein, kann dies zu unangenehmen und kostspieligen Schäden führen, wie uns das Beispiel gezeigt hat. Im Endeffekt entpuppt sich die Sparmaßnahme als besonders teuer, denn die Räume müssen getrocknet, gegebenenfalls renoviert und Möbel neu beschafft werden. Das kann übrigens auch schon passieren, wenn nur einzelne Räume nicht beheizt werden.

Wer zahlt für die Schäden durch geplatzte Rohre?

Als nächstes stellt sich die Frage, wer für den Schaden aufkommt: Zahlen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung den Schaden oder bleibt man auf den Kosten sitzen? Hier prüfen die Versicherer genau. Wurden keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um ein Einfrieren der Heizungsrohre zu vermeiden, kommt sie auch nicht für den Schaden auf.

Frostschäden an Wasser- und Heizungsrohren vermeiden - so funktioniert's!

Bevor es in den Winterurlaub geht, sollte stets sichergestellt werden, dass sämtliche Wasser- und Heizungsrohre frostsicher sind. Das betrifft sowohl Mieter als auch Hausbesitzer. Es reicht aber nicht aus, das Thermostat einfach auf Frostschutz (Schneeflockensymbol) zu stellen, denn dadurch wird nur der jeweilige Heizkörper vor Frost geschützt - einem Rohrbruch wird dadurch jedoch nicht vorgebeugt.

Wer auf der sicheren Seite bleiben möchte, beheizt seine Wohnräume konstant, um eine Temperatur von mindestens 17 Grad beizubehalten. Das gilt für alle Zimmer, unabhängig davon, wie oft diese genutzt werden. Werden einmal Teile des Gebäudes dauerhaft nicht genutzt, empfiehlt es sich, die entsprechenden Wasser- und Heizungsrohre vorher zu entleeren, um das Gefrieren von Wasser und die möglichen Schäden von vornherein ausschließen zu können. Um eine solche Entleerung durchzuführen, werden zuerst sämtliche Ventile geschlossen. Anschließend lässt man das Wasser an der niedrigsten Stelle ablaufen.

Heizungsanlage aus der Ferne kontrollieren

Eine Gefahr ist durch diese Maßnahmen jedoch noch nicht gebannt: der unbemerkte Ausfall einer Heizung. Moderne Smart-Energy-Programme bieten hier Abhilfe, denn sie ermöglichen eine Kontrolle der Heizanlage auch bei Abwesenheit. Moderne Gas-Brennwertkessel lassen sich so per App über Smartphone oder Tablet kontrollieren und gegebenenfalls regulieren, ganz gleich, wo man sich selbst gerade befindet. Benötigt wird lediglich eine Schnittstelle zwischen Heizanlage und Internet. Auch ältere Heizkessel lassen sich mit dieser Technologie nachrüsten. Hier empfiehlt sich eine individuelle Beratung, um eine maximale Flexibilität in Sachen Heizungssteuerung erzielen zu können.