Innovatives Konzept versandet. Keiner will mehr Blockheizkraftwerke

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Kann sich die Technik denn durchsetzen?

Die Hoffnungen waren groß - aber nach Angaben des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung wurden sie zumindest in den vergangenen Jahren gedämpft. Zuletzt ist der Zubau deutlich gesunken: bei Zulassungen und Nachrüstungen für kleine Anlagen (2 bis 10 Kilowatt) von 2649 Stück im Jahr 2014 auf vorläufig 739 im Jahr 2016, bei noch kleineren mit weniger als 2 Kilowatt von 2026 (2013) auf 313 (2016). Rechnet man größere Anlagen dazu, schrumpften die Zulassungen von 7476 (2014) auf 1728 (2016). Dabei hatte es einst viele Initiativen gegeben. So hatten VW und der Ökostrom-Anbieter Lichtblick 2010 eine Kooperation für den Bau und Vertrieb von "Zuhause-Kraftwerken" mit Gasmotoren gestartet. Diese lief im Frühjahr 2014 nach Differenzen zwischen den Partnern aus.

Warum ist das Interesse abgeflaut?

Folgt man der Einschätzung des KWK-Verbands, ist die Politik nicht ganz unschuldig daran: "Ständige Novellierungen, Gesetzesänderungen und Diskussionen schrecken Investoren und private Interessenten ab." Dazu gehöre die monatelange europarechtliche Prüfung der KWK-Novelle, für die die EU-Kommission erst im vorigen Herbst grünes Licht gab.

Ein weiterer Grund: Investitionen in sparsame Heiztechnik seien wegen der geringen Ölpreise für Verbraucher nicht mehr so dringend gewesen. Und ähnlich wie bei der energetischen Gebäudesanierung sei mehr Transparenz über die Förderung nötig. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln nennt 3500 einzelne Programme. Die gesamten Wohnungsbauleistungen aus energetischer Sanierung gingen laut IW von 39,8 Milliarden Euro (2011) auf 35,7 Milliarden Euro (2014) zurück.

 

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