Neue Heizung

Was Sie bei der Auswahl Ihrer neuen Heizung beachten sollten

Eine neue Heizung ist gerade im Falle einer Sanierung, also dem Austausch gegen eine bestehende Heizung, kein leichtes Unterfangen. Eine Vielzahl von Fragen sind zu klären.

Die Ausgangssituation: Eine genaue Planung zahlt sich aus

Soll ein Neubau erstmals mit einer Heizung ausgestattet werden, stehen Bauherren vor der großen Auswahl. Denn in dem Fall sind noch alle Optionen offen, weswegen die Frage nach einer geeigneten Heizanlage mit ausreichend Zeit und Sorgfalt angegangen werden sollte.

Soll hingegen in einem Bestandsgebäude die alte gegen eine neue Heizung ausgetauscht werden, verringert sich oftmals die Anzahl der Optionen. Dafür ist es in vielen Fällen möglich, Bestandteile der alten Heizung in das neue System zu integrieren, was die Investitionskosten deutlich verringern kann. Auch hier gilt also wieder, das Vorhaben sorgfältig und möglichst mithilfe eines Experten zu planen.

Die früher vorgebrachte Weisheit "Viel bringt viel!" ist heute übrigens ohne Bedeutung, von den Kosten mal abgesehen. Die Kilowattzahl (kW) spielt zwar nach wie vor eine Rolle, ist aber für sich genommen kein Qualitätskriterium. Die Heizung soll heute ihren Zweck erfüllen und dafür möglichst wenig Leistung benötigen.

Kurz: Die Effizienz steht im Vordergrund. Das gilt vor allem im Hinblick auf die ständig steigenden Energiepreise. Wichtige Kriterien sind Normnutzungsgrad und Energieeffizienz, wobei letztere nicht automatisch durch ersteren erzielt wird.

Der Normnutzungsgrad ist ein Maß für die Energieausnutzung, die ein Brennwertgerät mit dem zugeführten Brennstoff erzielt. Er gibt an, wie viel Prozent der eingesetzten Energie (z.B. Öl oder Gas) über das Jahr gesehen in nutzbare Heizwärme umwandelt wird. Benötigt der Kessel beispielsweise für einen hohen Nutzungsgrad überdurchschnittlich viel Strom zum betrieb der Heizungspumpen, senkt dass wiederum die Energieeffizienz. Ein Aspekt, der beim Vergleich verschiedener Heizsysteme also unbedingt Beachtung finden sollte.

Darüber hinaus sollte geprüft werden, inwieweit die neue Heizung mit anderen Systemen kombiniert werden kann. Sollen zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Wärmepumpe oder eine Solarthermieanlage zur Unterstützung hinzukommen, sollten diese bei der Heizungsplanung unbedingt mit einbezogen werden, um spätere Komplikationen und etwaige Mehrkosten zu vermeiden.

Kosten und Nutzen verschiedener Heizungssysteme

Die Kostenfrage ist bei der Planung für eine neue Heizung allgegenwärtig. Das gilt sowohl für die Investitionskosten als auch für die künftigen Heizkosten. Beide Faktoren können schnell zu Zielkonflikten führen. Eine neue Öl- oder Gasheizung ist bereits für rund 7.000 bzw. 5.500,- Euro zu haben. Mehr als fraglich ist jedoch, ob sich mit den entsprechenden Brennstoffen langfristig Geld sparen lässt. Tendenziell wandern die Preise beider Brennstoffe nach oben, auch wenn kurzfristige Schwankungen es zeitweilig vielleicht anders aussehen lassen. Kommt dann wiederum moderne Brennwerttechnik zum Einsatz, lassen sich diese Mehrkosten erneut abfedern. Da scheint guter Rat erst einmal teuer.

Demgegenüber liegen die Investitionskosten für eine neue Heizung, die mittels erneuerbarer Energien heizt, deutlich höher. Eine Pelletheizung schlägt mit etwa 20.000 Euro schon etwas heftiger zu Buche. Wer eine Solarthermieanlage zur Unterstützung der Wassererwärmung installieren möchte, legt noch einmal 5.000 Euro drauf. Richtig kostspielig wird es, wenn per Geothermie geheizt werden soll. Eine Erdwärmepumpe samt Sonde und allen anfallenden Arbeiten kommt schnell auf Kosten jenseits der 30.000 Euro. Dafür ist die Wärmequelle hier am günstigsten, denn ein Brennstoff als solcher wird für die neue Heizung gar nicht mehr benötigt.

Besser mehrmals nachrechnen: Die Amortisation einer neuen Heizung

Amortisation ist ein geflügeltes Wort, wenn es darum geht, eine neue Heizung anzuschaffen. Schließlich soll sich die neue Heizung durch einen geringeren Brennstoffverbrauch und folglich auch geringere Energiekosten langfristig lohnen. Wann aber ist der Zeitpunkt erreicht, an dem die Einsparungen die Investitionskosten vollständig aufwiegen? Das kann nur in Form einer genauen Amortisationsrechnung festgestellt werden. Eine Berechnung auf den Tag genau wird kaum funktionieren, denn dazu verändern sich im Laufe der Zeit zu viele Faktoren - allen voran die Energiepreise.

Wird die neue Heizung fremdfinanziert, müssen die Kapitalkosten mit in die Amortisationsrechnung mit einfließen, um ein realistisches Ergebnis zu erhalten. Damit sind in erster Linie die Fremdkapitalzinsen gemeint. Erfolgt die Finanzierung für die neue Heizung ausschließlich per Eigenkapital, kommt das den Bauherrn zwar deutlich günstiger. Es sollten aber dennoch kalkulatorische Zinsen mit angesetzt werden. Diese stellen die Opportunitätskosten dar und damit den Betrag, der dem Bauherrn zur Verfügung stünde, wenn er das Geld stattdessen bei einer Bank angelegt hätte. Die jährlichen kalkulatorischen Zinsen werden von der jährlichen Brennstoffersparnis abgezogen, was folglich natürlich den Amortisationszeitraum verlängert, dafür jedoch zu einem aussagekräftigeren Ergebnis führt.

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