KfW-Förderprogramm 430

Was Sie zum KfW-Förderprogramm wissen sollten

Vonseiten der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gibt es eine große Bandbreite an Fördermaßnahmen für energetische Sanierungen. Für eines davon, das KfW-Förderprogramm 430, sind seit dem 1. Juni 2014 wichtige Änderungen in Kraft getreten.

Mithilfe dieses Programmes werden umfangreiche energetische Sanierungen in und an Gebäuden gefördert. 

Eine dieser Änderungen betrifft beispielsweise den Energieberater, der künftig auf der Energieeffizienz-Expertenliste aufgeführt sein muss. Darüber hinaus ist die Anzahl der Wohneinheiten nach der Sanierung fortan Bemessungsgrundlage zur Berechnung des Zuschussbeitrags.

Förderung von Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpaketen

Das Programm 430 dient insbesondere dazu, Maßnahmen zu fördern, die der Erreichung des KfW-Effizienzhausstandards und der Heizungssanierung dienen. Ein wichtiger Bestandteil des KfW-Programms 430 liegt in der Förderung kompletter Maßnahmenpakete, mit denen der KfW-Effizienzhausstandard angestrebt werden soll. Die Grundlage hierzu bildet die Energieeinsparverordnung (EnEV). Darüber hinaus werden aber auch entsprechende Einzelmaßnahmen gefördert, die letztlich zum gleichen Ziel führen sollen. Die einzelnen Maßnahmen sollen in den folgenden Abschnitten noch einmal genauer erläutert werden.

Interessant sind in dem Zusammenhang auch die Programme 431 (Baubegleitung durch Sachverständige) und 151 (Kredit für energieeffizientes Sanieren).

Umfassende energetische Gebäudesanierung

Als KfW-Effizienzhaus werden Gebäude bezeichnet, die den Effizienzstandards der EnEV 2009 (Energieeinsparverordnung) entsprechend. Dabei erfolgt eine Unterteilung in die Niveaus 40, 55 und 70, abhängig vom prozentualen Jahresprimärenergiebedarf (Gesamtenergieverbrauch) des Gebäudes gegenüber einem Referenzgebäude mit dem Wert 100, welches als Bemessungsgrundlage dient. Ein KfW-Effizienzhaus 55 unterschreitet diesen Wert also um 45 Prozent, ein Effizienzhaus 70 unterschreiten den Referenzwert somit um 30 Prozent. Zur Erreichung eines dieser Standards stehen mehrere Einzelmaßnahmen zur Verfügung.

Zu Beachten gilt: Ein KfW-55-Effizienzhaus gemäß EnEV 2009 entspricht einem KfW-40-Effizienzhaus gemäß der alten EnEV aus dem Jahre 2007. Daher kann es schnell zu Verwechselungen kommen, denn es gibt auch in der neuen ENE 2009 ein KfW-40-Effizienzhaus, welches jedoch 15 Prozent unter dem KfW-40-Effizienzhaus der EnEV 2007 liegen. Hier kann es schnell zu Verwechselungen kommen. KfW-40 ist also nicht gleich KfW-40! Dies ist insbesondere bei einem Hauskauf interessant. 

Förderfähige Einzelmaßnahmen

Dazu zählen die Wärmedämmung von Wänden wie z.B. Fassaden, Dachflächen und Geschossdecken. Gefördert wird auch die Erneuerung von Lüftungsanlagen, Fenstern, Türen und der Heizungsanlage.

Auch die Optimierung einer bereits bestehenden Heizanlage ist förderfähig. Für jede Wohneinheit kann ein Zuschuss von bis zu 18.750 Euro beantragt werden. Dieser richtet sich an die jeweiligen Eigentümer der Immobilie, die den Wohnraum entweder energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen möchten. Die Förderungen aus dem Programm 430 können mit anderen Fördermitteln kombiniert werden.

Steht ein Heizungswechsel an, übernimmt der Staat 10 Prozent der Kosten.

Förderprogramm für Heizungssanierung

Mit dem KfW-Förderprogramm 430 soll gezielt die Erneuerung von Heizanlagen gefördert werden. Gleiches gilt für die Optimierung einer bestehenden Heizung, sofern diese älter als zwei Jahre ist. Bei älteren Heizungen lässt sich der Energieverbrauch durch den Einsatz moderner Öl- oder Gas-Brennwertgeräte drastisch senken. Folglich sinken auch die Energiekosten und der Schadstoffausstoß.

Telefonische Auskunft und Beratung zur Fördermöglichkeit Ihrer Heizungsanlage erteilen Ihnen gerne unsere Fachberater.  

Detaillierte Informationen zum selber lesen finden Sie hier.