Förderung für Brennstoffzellenheizung

Mit einem neuen Förderprogramm soll die Brennstoffzellenheizung den Weg in deutsche Heizungskeller finden.

Seit dem 1. August 2016 gibt es vom BMWi ein neues Förderprogramm für stationäre Brennstoffzellenheizungen, welches Teil des "Anreizprogramms Energieeffizienz" (APEE) der Bundesregierung ist. Das Ziel liegt in der möglichst breitenwirksamen Etablierung stationärer Brennstoffzellenheizungen als zukunftsweisende Technologie, mit der gleichzeitig eine hocheffiziente Strom- und Wärmeerzeugung betrieben werden kann. Als Energielieferant der Brennstoffzelle fungiert Wasserstoff, der im Rahmen eines chemischen Verfahrens aus Erdgas gewonnen wird.

Die Brennstoffzellenheizung bietet eine höchst effiziente Nutzung von Erdgas und verringert damit den Ausstoß von schädlichen CO2-Emissionen. Daneben ermöglicht diese Technologie ein besseres Verhältnis zwischen elektrischer Energie und nutzbarer Abwärme, welche sich dann zur Beheizung von Gebäuden einsetzen lässt. 

Attraktive Zuschüsse für Eigentümer

Eigentümern von Wohngebäuden ist es fortan möglich, sich im Rahmen des Kaufs einer Brennstoffzellenheizung attraktive Zuschüsse zu sichern. Gefördert werden Brennstoffzellenheizungen der Leistungsklassen von 0,25 bis 5 Kilowatt elektrischer Leistung. Zur Beantragung dient das KfW-Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle". Weiterführende Informationen sind unter der Adresse www.kfw.de/433 erhältlich. Anträge können ab dem 31. August 2016 gestellt werden. Für weitere Fragen kann auch das Infocenter der KfW unter der Nummer 0800 / 539 9002 kontaktiert werden.

Die Förderung von Brennstoffzellenheizungen ab August 2016 stellt den letzten Teil des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) dar. Der erste Teil besteht im Heizungs- und Lüftungspaket, welches bereits zum 1.01.2016 gestartet ist. Mit der umfangreichen Effizienzoffensive "Deutschland macht's effizient" kam Mitte Mai 2016 der zweite Teil in Form einer Kampagne hinzu. Insgesamt stehen für das APEE bis zum Jahr 2018 165 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. 

Brennstoffzellen-Heizung mit 9.300 Euro Förderung

Die Brennstoffzellenheizung Vitovalor 300-P unseres Premium-Partners Viessmann, die in Kooperation mit Panasonic entwickelt wurde und auf bewährter Technik beruht, wird mit stattlichen 9.300 Euro gefördert.  

Ziele, Zweck und Höhe der Förderung für Brennstoffzellenheizungen

Die Brennstoffzellenheizung ist eine hocheffiziente und innovative Technologie, die gerade vor ihrer Markteinführung steht. In Brennstoffzellenheizungen werden Strom- und Wärmeerzeugung miteinander nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung kombiniert. Als Brennstoff lässt sich Erd- oder Biogas einsetzen, das auf elektrochemischem Wege direkt in Strom umgewandelt wird. Die dabei entstehende Abwärme kann gleichzeitig zum Heizen sowie zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Vergleicht man Brennstoffzellenheizungen mit normalen Öl- und Gasheizungen oder konventionellen KWK-Anlagen, tun sich erstere durch einen deutlich höheren Wirkungsgrad hervor.

Vom Staat wird nun der Einbau solcher Brennstoffzellenanlagen in Wohngebäuden gefördert, wenn deren Leistung zwischen 0,25 und 5 Kilowatt liegt. Darüber hinaus muss die Brennstoffzelle in die häusliche Wärme- und Stromversorgung eingebunden werden. Die Förderung kann sowohl im Rahmen eines Neubaus als auch bei einer energetischen Sanierung in Anspruch genommen werden. Durch die Förderung wird Eigentümern ein Grundbetrag in Höhe von 5.700 Euro gewährt. Hinzu kommt ein leistungsabhängiger Betrag von 450 Euro je angefangener 100 W an elektrischer Leistung. Die Förderung lässt sich mit den KWKG-Zulagen kombinieren.Die Administration der Förderung wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernommen, an die auch sämtliche Anträge zu richten sind. Die nötigen Informationen zum Förderprogramm "Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Brennstoffzelle" sollten ab Mitte August auf der Webseite www.kfw.de/433 zur Verfügung stehen. Dort werden dann ein Merkblatt sowie das sogenannte Reservierungsformular zur Verfügung stehen.

Förderung für Brennstoffzellenheizungen in drei Schritten

  1. Interessierte können ab Mitte August und bis zum 1. Dezember 2016 die Förderung für die Brennstoffzellenheizung reservieren. Im Anschluss daran stellt die KfW eine verbindliche Bestätigung der Reservierung aus.
  2. Sobald der Eigentümer diese Bestätigung erhalten hat, kann er mit der Umsetzung seines Vorhabens beginnen. Die Antragsdaten müssen zwischen dem 1. und dem 30. Dezember im KfW-Zuschussportal eingegeben werden, wofür auch eine gültige Bestätigung benötigt wird. Das Verfahren entspricht denen der Programme "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren". Hinweis: Ab dem 1. Dezember können alle Anträge über das Zuschussportal gestellt werden!
  3. Die Förderung selbst basiert dann auf einem Grundbetrag von 5.700 Euro. Hinzu kommen 450 Euro je angefangene 100 W bei der elektrischen Leistung. Darüber hinaus kann die Förderung mit KWKG-Zulagen kumuliert werden.