Die wichtigsten Punkte zur Heizkostenabrechnung

Dieser Tage flattert vielerorts die Heizkostenabrechnung für das vergangene Jahr ins Haus. Grund genug, sich mit deren Inhalten näher zu befassen und die wichtigsten Punkte für eine Überprüfung hervorzuheben.

1. Abrechnungsfrist: Wann sollte die Heizkostenabrechnung spätestens ankommen? Maximal 12 Monate darf das dauern. Der Vermieter ist aber nicht dazu gezwungen, von Januar bis Dezember abzurechnen. Solange sich die Frist im Rahmen der 12 Monate bewegt, kann er sie selbst festlegen.

2. Verbrauchswerte: Hier gilt es zu prüfen, ob die Abrechnungswerte, die bei der Ablesung ermittelt wurden, auch tatsächlich stimmen. Zwar kann der Mieter diese Werte nicht immer selbst nachprüfen, sollte aber zumindest dazu in der Lage sein, sie im Hinblick auf ihre Plausibilität prüfen zu können. Das funktioniert beispielsweise mittels Vergleich mit den Vorjahreswerten.

3. Energiemenge: Auf der Rechnung müssen immer die Menge der verbrauchten Energie (z.B. in Kilowattstunden) und der Preis pro Einheit angegeben sein.

4. Öllieferungen: Wird das Haus mit Öl beheizt, müssen auf der Rechnung die jeweiligen Füllstände zu Beginn und zum Ende der Abrechnungsperiode angegeben sein. Jede Lieferung muss mit Datum, gelieferter Menge und Preis erfasst sein.

5. Heiznebenkosten: Auch die Kosten für die Heizung selbst, deren Wartung und Stromverbrauch sowie angefallene Messgebühren müssen auf der Rechnung jeweils einzeln aufgeführt zu finden sein.

6. Wartungskosten: Hier sollte ein Vergleich mit den Vorjahreskosten durchgeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass Reparaturkosten nicht zu den Wartungskosten gezählt werden!

7. Berechnung der Heizkosten: Laut Mieterbund darf die Abrechnung nach Quadratmetern nur 30 bis 50 Prozent ausmachen. Am tatsächlichen Verbrauch müssen sich hingegen 50 bis 70 Prozent der Kosten orientieren. Eine Änderung des Verteilungsschlüssels darf nur zu Beginn der Abrechnungsperiode durchgeführt werden. Werden vom Vermieter Änderungen vorgenommen, muss er den Mieter unverzüglich darüber in Kenntnis setzen.

8. Leerstand: Die Heizkosten von leer stehenden Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus muss der Vermieter tragen. Sie dürfen nicht auf die restlichen Hausbewohner umgelegt werden.

9. Vorauszahlungen: hier ist zu prüfen, ob geleistete Vorauszahlungen bereits berücksichtigt wurden.