Pelletskamin

Pelletskamin: ökologisch und sparsam heizen

Die Energiewende stellt Verbraucher vor die Herausforderung eines nachhaltigen Umdenkens im Hinblick auf die Versorgung mit Strom und Wärme. Neue Energiekonzepte sollen einen verantwortungsbewussten Umgang mit den schwindenden Ressourcen fördern und zugleich den Umstieg auf erneuerbare Energien Schritt für Schritt in die Wege leiten, ohne dass dadurch die Lebensqualität vermindert werden muss. Die Umsetzung dieser Konzepte beschränkt sich nicht allein auf die Wärmeerzeuger im Haushalt, sonder muss auf das gesamte Gebäude erweitert werden, um einen dauerhaft niedrigen Energieverbrauch erzielen zu können.

Der Pelletskamin - Stilelement und Wärmeerzeuger

Eine angenehme Raumatmosphäre ist elementarer Bestandteil jener Lebensqualität, auf die wir verständlicherweise nicht verzichten möchten. Ein Kaminofen ist beispielsweise mehr als nur ein Heizgerät, sondern auch ein Stilelement, das neben Wärme auch Gemütlichkeit und Behaglichkeit ausstrahlt. Das gilt natürlich umso mehr, je kälter es draußen ist. Gerade in den Wintermonaten kann diese Form des Heizens mit ein paar wichtigen Vorteilen aufwarten. Moderne Öfen bieten nämlich praktische Erweiterungen, mit denen sich ihre Wirkung auf die komplette Heizanlage und damit auch auf andere Räume übertragen lässt.

Zunächst ist jedoch die Entscheidung zu treffen, welcher Kaminofen sich in Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten als besonders nützlich und günstig erweist. Zu den besonders umweltverträglichen Alternativen zählt dabei zweifelsohne der Pelletskamin. Diesem ist eine besonders einfache und moderne Bedienung zu eigen. Er ist robust gebaut und bringt zuverlässig wohlige Wärme in die eigenen vier Wände, ohne dafür die Umwelt zu sehr zu belasten. Sowohl der Umgang mit dem Pelletskamin als auch das eigentliche Heizen gestalten sich denkbar einfach. Heizdauer und Intensität können jederzeit reguliert werden, wobei nur auf einige wenige Punkte vor dem Kauf zu achten ist, damit dauerhaft ein optimales Ergebnis erzielt werden kann.

Der Pelletskamin - Aufgaben und Funktion

Alternativen zu herkömmlichen Gas-oder Ölheizungen sind gefragt. Diese Nachfrage speist sich vor allem aus der Motivation heraus, sowohl die Heizkosten zu senken als auch die Umwelt bzw. das Klima zu schützen. Mit Holz als Brennstoff ist sowohl das eine als auch das andere in einem Zuge möglich. Ein gewöhnlicher Kaminofen stellt zumindest eine Option dar, die aber auch ihre Vor- und Nachteile mit sich bringt. Als Alternative zur Verbrennung von Scheitholz hat sich der Pelletskamin immer mehr durchsetzen können.

Der Pelletskamin kann in erster Linie als eine hervorragende Ergänzung zur bereits bestehenden Zentralheizung betrachtet werden. Üblicherweise kommt er als einzelner Ofen zum Einsatz und wird in größeren Räumen wie beispielsweise im Wohnzimmer aufgestellt. Wie auch ein herkömmlicher Kaminofen bedarf es beim Pelletskamin einer Abnahme durch den zuständigen Schornsteinfeger. Ist die Genehmigung dann vorhanden, kann mit dem Pelletskamin gleichermaßen geheizt und gespart werden. 

Arten von Pelletskaminen

Hinsichtlich ihres Zweckes und ihrer funktionsweise lassen sich Pelletskamin mit Warmluft- oder Holzförderung, Pelletsöfen mit Wasserführung und Pelletsheizungen voneinander unterscheiden. Alle drei Varianten sollen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Pelletskamin mit Warmluft- oder Holzförderung

Ein Pelletskamin wird allein mit Holzpellets befeuert und erwärmt den Raum, in dem er steht, mit der als besonders angenehm empfundenen Strahlungswärme. Im Ofen ist ein Vorratsbehälter für Pellets integriert, der ihn während der Nutzung mit dem nötigen Brennstoff versorgt. Die Pellets werden automatisch zugeführt, während deren Rückstände in Form von Asche in einer dafür vorgesehenen Lade gesammelt werden, die sich später bequem entleeren lässt. Pelletasche lässt sich ohne Probleme entsorgen, da es sich hierbei um die Rückstände eines regenerativen Rohstoffs handelt. Alternativ kann sie daher auch als Dünger verwendet werden.

Die Brennleistung ist bei einem Pelletskamin normalerweise regulierbar. Die Heizleistung lässt sich daher der Raumgröße, dem Wärmebedarf und individuellen Vorlieben entsprechend einstellen. Die Bedienung eines Pelletofens gestaltet sich ähnlich einfach wie die einer normalen Gasheizung. Demgegenüber ist ein Pelletskamin natürlich wesentlich umweltfreundlicher, denn bei der Verbrennung von Holzpellets wird fünfzehn Mal weniger CO2 emittiert als bei Öl oder Gas.

Pelletskamin mit Wasserführung

Ein wasserführender Pelletskamin bietet den Vorteil, dass er sich mit dem bestehenden Heizsystem verbinden lässt. Die im Pelletskamin erzeugte Wärme lässt sich also nicht nur im Aufstellraum verwenden, sondern trägt über die Verbindung zum Heizkreislauf zur Erwärmung des ganzen Hauses bei. Auf diesem Wege lassen sich sowohl andere Räume als auch Brauchwasser erwärmen.

In einem solchen Fall ist weder der Anschluss noch die spätere Inbetriebnahme von der Raumluft abhängig, da bei solchen Geräten eine Luftzufuhr von außen vorhanden ist. Der Pelletskamin verfügt über eine sogenannte Wassertasche oder einen Wärmetauscher. Darüber wird dann ein großer Teil der Wärme an den Heizkreislauf des Hauses abgegeben, während sich der verbleibende Wärmeanteil in Form von Wärmestrahlung im Aufstellraum verteilt. 

Auch hier wird der benötigte Brennstoff wieder automatisch in die Brennkammer befördert. Zu diesem Zweck ist ein Vorratsbehälter vorhanden, der zuvor per Hand gefüllt werden muss. Der Ofen wird mittels einer Rohrleitung mit der bestehenden Heizwasserverteilung verbunden, um so die Wärme weiterleiten zu können. Damit sich der Warmwasserbedarf auf diese Weise dauerhaft abdecken lässt, ist es jedoch erforderlich, dass der Pelletskamin im Dauerbetrieb läuft. 

Ist der Vorrat an Pellets erschöpft, wird das Wasser wieder wie bisher über die Zentralheizung aufgeheizt. Pelletsöfen mit Warmwasserbereitung eignen sich daher am besten für Niedrigenergiehäuser. In einem normal gedämmten Haus wird ein solcher Pelletskamin eher zur Heizungsunterstützung eingesetzt.

Rundum versorgt: Die Pelletheizung

Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Modellvarianten handelt es sich bei der Pelletheizung um einen vollwertigen Ersatz für bestehende (Zentral-)Heizsysteme. Die Pelletheizung kommt vor allem in Ein- und Mehrfamilienhäusern zum Einsatz. Dort wird sie auch nicht mehr im Wohnraum, sondern in einem eigenen Aufstellraum (z. B. im dafür vorgesehenen Heizungskeller) aufgestellt. Das hat seinen Grund, denn Heizkessel, Pufferspeicher, Pelletvorrat und Auffangbehälter nehmen deutlich mehr Platz in Anspruch, als ein Pelletskamin. Eine solche Ausstattung ist zudem nötig, um eine automatische oder zumindest halbautomatische Beschickung der Pelletheizung realisieren zu können. 

Ein Brauchwasserspeicher sorgt indes dafür, dass im Haushalt stets richtig temperiertes Warmwasser zur Verfügung steht. Dank dieses Speichers lässt sich die Effizienz der gesamten Anlage nochmals steigern, denn auf diesem Wege ist es erst möglich, überschüssige Wärme zu speichern und bei Bedarf abrufen zu können. Auf lange Sicht lässt sich so der Verbrauch an Brennmaterial reduzieren, da weniger Wärme ungenutzt in der Raumluft verpufft. Ein weiterer Pluspunkt der Pelletheizung liegt darin, dass sie sich sehr gut mit anderen nachhaltigen Systemen zur Energiegewinnung wie beispielsweise Solarthermieanlagen kombinieren lässt.

Im Gegensatz zur Verbrennung von normalem Scheitholz verbrennt ein Pelletskamin seinen Brennstoff zweimal sauberer, da hier hoch entwickelte Technologien zur Anwendung gebracht werden. Eine derart optimierte Verbrennung ist auch in der Lage, ein ganzes Haus zu beheizen. Verbraucher können aus diesem Grund aber auch von steuerlichen Vergünstigungen profitieren, was den Endpreis der Pelletheizung im Vergleich zu anderen Heiztechniken relativ günstig ausfallen lässt.

Bedeutung für den Umweltschutz

Wer mit einem Pelletskamin heizt, verursacht deutlich geringere klimarelevante Emissionen. Das zeigt sich vor allem im Vergleich mit herkömmlichen Erdgas- und Ölheizungen, denn deren CO2-Emissionen sind im Schnitt ein Zehntel höher. In Zukunft ist auch nicht damit zu rechnen, dass es bei der Produktion von Pellets irgendwelche Engpässe geben wird, denn schließlich ist die Holzverarbeitung ein Bestandteil der Großindustrie, wodurch genügend Holzrestbestände entstehen, aus denen sich dieser zukunftsweisende Brennstoff fertigen lässt.

Gegenüber herkömmlichen Holzöfen bietet der Pelletskamin eine doppelt so saubere Verbrennung, was dazu führt, dass alle steuerlichen Vergünstigungen und Prämien für Energieeinsparungen sowie für die Nutzung erneuerbarer Energien auch genutzt werden können. Trotz seiner hohen Leistungswerte lässt sich ein Pelletskamin leicht verwalten, reinigen und warten.

Wodurch unterscheiden sich Pelletskamin, Pelletöfen mit Wassertasche und Pelletheizung

Die Pelletheizung unterscheidet sich vom Pelletskamin in erster Linie dadurch, dass sie die Funktion einer Zentralheizung übernimmt bzw. eine herkömmliche Zentralheizung ersetzt. Beim wasserführenden Pelletofen wird hingegen nur ein Teil der erzeugten Wärme dazu genutzt, um das Heizwasser im Haus zu erwärmen, wodurch sich auch andere Räume neben dem eigentlichen Aufstellraum beheizen lassen. Allen Varianten ist jedoch gemein, dass sie das Haus mit nachhaltig erzeugter Wärme versorgen und dazu beitragen, sowohl Emissionen als auch Energiekosten einzusparen. Alternativ sind als besonders preiswerte Variante auch noch angebaute Pelletbrenner erhältlich, die sich an bereits vorhandenen Holz- oder Ölkesseln anschließen lassen.

Ein Pelletofen von durchschnittlicher Größe reicht in aller Regel dazu aus, einen Raum bis zu 90 Stunden lang zu beheizen. In dieser Zeit muss der Pelletskamin auch nicht nachgefüllt werden, da diese Aufgabe von einer Förderschnecke erledigt wird, die den Brennraum mit Pellets aus einem Aufbewahrungsbehälter versorgt. Die Pellets selbst werden sehr schadstoffarm verbrannt, weswegen die Öfen auch sehr gerne in Passiv- und Niedrigenergiehäusern eingesetzt werden.

Verfügt der Ofen über einen sog. Tagesbehälter, lässt sich dort der nötige Vorrat an Pellets einfüllen, der für einen ganzen Tag benötigt wird. Der Brennvorgang findet stets langsam und gleichmäßig statt, da Pellets im Gegensatz zu Holzscheiten wegen ihrer unter Druck gepressten Form alle gleich groß sind und die gleiche Energiedichte aufweisen. Darüber hinaus befindet sich im Pelletofen noch ein Umluftgitter, mit dem die heiße Luft in den Raum befördert wird, um diesen gleichmäßig zu erwärmen. Dieser Vorgang geht etwas gemächlicher vonstatten als in einem herkömmlichen Kaminofen. Dafür ist der Effekt jedoch länger anhaltend.

Die Zündung des Ofens erfolgt über einen elektrischen Zünddraht, weswegen das oftmals als mühselig empfundene Hantieren bzw. manuelle Entzünden an einer offenen Feuerstelle wegfällt. Auch muss beim Pelletskamin nicht auf die Anordnung der einzelnen Scheite, deren Beschaffenheit und Größe geachtet werden. Wegen ihrer Steuerungselektronik gelten Pelletöfen als besonders komfortabel in der Bedienung. Hinzu kommt, dass die Unfallgefahr durch offenes Feuer wegfällt. Die meisten Vorgänge werden elektrisch und vollautomatisch gesteuert, weswegen ein Nachlegen von Pellets von Hand in die Brennkammer nicht nötig ist. 

Brennstoff Holzpellets - Herstellung und Qualitätskriterien 

Ein Pelletofen wird, wie der Name schon sagt, mit Pellets betrieben. Bei den Holzpellets handelt es sich meist um Restbestände aus der Holzverarbeitung. Das können Holzfasern, Spänen oder Sägemehl sein, die gepresst und anschließend in eine zylindrische Form gebracht werden. Schon beim Kauf lässt sich die Qualität der Holzpellets abschätzen. Ist viel Holzstaub vorhanden, kann es sowohl bei der Lagerung als auch bei der Verbrennung im Ofen zu Problemen kommen. Der Holzstaubanteil sollte daher so gering wie möglich gehalten werden.

Auch durch Verunreinigungen wird der Brennvorgang negativ beeinflusst. Dabei kann es sich um Lacke oder Kunststoffreste handeln, die beim Zerkleinern mit aufgelöst wurden und in der Brennkammer zu unangenehmen Nebeneffekten führen können. Daher ist schon bei der Auswahl der Holzreste auf eine gute Qualität zu achten. Gleiches gilt für den Kauf von Pellets, damit im Pelletskamin keinerlei Schäden entstehen und auch keine Verschlackung stattfindet. Eine Verschlackung findet bei einer Ascheerweichungstemperatur von weniger als 1.000 °C statt.

Dementsprechend müssen Pellets eine geeignete Gluthitze entfachen können und von namhaften Unternehmen aus der Holzverarbeitung geliefert werden, die im Zuge der Produktion keinerlei künstliche oder chemische Zusatzstoffe einsetzen. Sowohl die Auslieferung der Nebenprodukte als auch der Holzstaubanteil müssen gesetzlich überwacht werden. Neben unbehandelten Holzresten aus der Produktion kann aber auch Stammholz sowie Waldrestholz aus der Forstwirtschaft verwendet werden. Hier fällt der Holzstaubanteil jedoch meist etwas höher aus.

Die Qualität von Holzpellets lässt sich auch anhand von Zertifizierungen überprüfen. Sowohl Transport als auch Lagerung sind unbedenklich. Bei der Lagerung kommt der Vorteil hinzu, dass Pellets vergleichsweise wetterbeständig sind und ihre Qualität bei der Aufbewahrung im Keller oder im Garten nur in geringfügigem Maße abnimmt. Dennoch ist darauf zu achten, dass die Säcke an einem trockenen Ort gelagert werden, da feucht gewordene Pellets etwas schlechter verbrennen und die Brennkammer verschmutzen können.

Pellets stellen heutzutage eine besonders nützliche Verwendungsmöglichkeit für Abfälle aus der Holzindustrie dar. Daneben punkten sie aber auch hinsichtlich ihrer Handhabung. Anfallende Holznebenprodukte werden zunächst zerkleinert und anschließend unter hohem Druck in die gewünschte Form gebracht. Dazu wird die Rohmasse durch eine Matrize gepresst, die Bohrungen im gewünschten Durchmesser aufweist. Auf die nötige Temperatur werden die Pellets durch den eingesetzten Druck gebracht. Im Holz ist der Stoff Lignin enthalten, welcher sich während des Vorgangs verflüssigt und anschließend als Bindemittel dient. Dadurch lassen sich die Pellets nicht nur in Form bringen, sondern auch in Form halten. Als Alternativen stehen aber auch Stärke und Melasse zur Verfügung, um die Pellets in die gewünschte Form zu bringen.

Nachdem die Matrize durchlaufen wurde, werden die Pellets auf die gewünschte Länge hin zugeschnitten und abgestimmt. Üblicherweise haben sie einen Durchmesser zwischen 6 und 8 Millimetern bei einer Länge von 10 bis 30 Millimetern. Je nach Art und Ausführung des jeweiligen Pelletofens gibt es vonseiten des Herstellers bestimmte Vorgaben, welche Eigenschaften die Pellets für das jeweilige Gerät aufweisen müssen, damit sich ein optimales Ergebnis erzielen lässt.

Worauf ist beim Kauf eines Pelletskamins zu achten?

Bei Auswahl und Kauf eines neuen Pelletofens sollten einige Richtlinien beachtet werden, damit die Kaufentscheidung später nicht bereut werden muss. Neben dem Preis spielen noch ein paar weitere Faktoren eine wesentliche Rolle. Dazu gehören Bauart, Design, Funktionalität und Ausführung des Ofens. Kriterien also, anhand derer sich die mittlerweile zahlreichen Angebote gut voneinander unterscheiden lassen. Wichtig ist vor allem jedoch die Frage, wo der Pelletskamin zum Einsatz kommen und welche Ansprüche er erfüllen soll. Soll nur ein Raum beheizt werden oder mehrere?

Soll das bestehende Heizsystem entlastet bzw. ergänzt werden, empfiehlt sich die Anschaffung eines Pelletofens mit Wassertasche. Auf diesem Wege lässt sich auch ein Wirkungsgrad erreichen, der an den der Zentralheizung heranreicht. Ein wasserführender Pelletskamin stellt in jedem Fall eine gute Wahl dar, ist jedoch im Hinblick auf die Anschaffungskosten etwas teurer. Als besonders effizient und ebenso klimafreundlich hat sich die Kombination aus Holzpelletöfen und thermischer Solaranlage erwiesen. Pelletöfen bieten auch bei Heizungen mit fossilen Brennstoffen eine Alternative bzw. sinnvolle Ergänzungsmöglichkeit, um sowohl die Energiekosten als auch die mit dem Heizen verbundenen Emissionen zu senken. Ein Pelletskamin unterscheidet sich aber nicht nur durch den Brennstoff von konventionellen Heizungen, sondern auch durch seine Funktionalität. So sind Pelletöfen immer mit einer elektronisch gesteuerten Mechanik ausgestattet, die den automatischen Betrieb sowie das selbstständige Befördern und Nachfüllen von Brennmaterial ermöglicht. Dazu werden Zeitschaltuhren am Thermostat installiert, um fortwährend Zeit und Temperatur beim Heizen kontrollieren zu können.In Kombination mit einer Wassertasche oder einer Solaranlage kann der Pelletofen dann als Heizanlage für das ganze Haus eingesetzt werden. Auch Brauchwasser, welches beispielsweise zum Duschen oder Baden verwendet wird, lässt sich dann mithilfe des Pelletofens auf die nötige Temperatur bringen. Wer sich also einen Pelletofen zulegen möchte, sollte vorher genau wissen, welche Bereiche abgedeckt bzw. versorgt werden sollen. In einem größeren Haus kann natürlich auch die Anschaffung einer Pelletheizung in Erwägung gezogen werden, mit der sich die alte Zentralheizung komplett ersetzen lässt. 

Wichtige Unterscheidungsmerkmale beim Pelletskamin

Betriebsart. Pelletskamine lassen sich anhand ihrer Betriebsart voneinander unterscheiden. Dabei werden sie in raumluftabhängige und raumluftunabhängige Geräte eingeteilt. Ein von der Raumluft abhängiger Kamin ist beispielsweise ein offener Kamin, da dieser den für die Verbrennung benötigten Sauerstoff direkt aus dem Innen- bzw. Aufstellraum bezieht. Die Funktion eines solchen Ofens ist folglich von der Raumluft abhängig. Der raumluftunabhängige Ofen wird demgegenüber von außen mit Sauerstoff versorgt. 

Die Betriebsart spielt hinsichtlich der Verbrennung und des Energieverbrauchs eine wichtige Rolle. Gerade in älteren Gebäuden können Fenster, Türen und Wände undicht sein. Durch diese Leckstellen dringt jene Frischluft von außen nach, die für den Verbrennungsprozess im Ofen benötigt wird. Moderne Neubauten sind hingegen wind- oder gar luftdicht, weswegen also keine "automatische" Frischluftzufuhr mehr gegeben ist. Bei raumluftunabhängigen Pelletöfen wird die nötige Sauerstoffzufuhr in solchen Fällen über Schächte und Leitungen sichergestellt.

Bei einem wasserführenden Pelletofen muss zusätzlich noch beachtet werden, dass ein ausreichend großer Pufferspeicher vorhanden ist, damit er das gesamte Wärmepotenzial auch tatsächlich erbringen kann. Ist der Speicher zu klein, kann es vorkommen, dass der Ofen überhitzt und infolgedessen Schäden davonträgt. Vor dem Kauf sollten der Bedarf und die daraus resultierenden Leistungswerte möglichst genau eruiert werden.

Brenndauer. Die Brenndauer eines Pelletkamins ist von dessen Größe und Leistung abhängig. Je größer der Ofen und damit dessen Brennkammer bemessen ist, desto länger auch die Brenndauer. Aus den Herstellerangaben muss die maximale Reichweite hervorgehen, die, je nach Art und Ausführung, zwischen mehreren Tagen oder sogar Wochen liegen kann. Als Beispiel sei ein Pelletkamin mit einer Leistung von 6 kW aufgeführt. Dieser würde etwa 1 bis 2 kg an Holzpellets pro Stunde verbrennen.

Leistung. Es ist längst nicht immer ratsam, einen Ofen mit möglichst hoher Leistung zu kaufen. Sowohl Wirkungsgrad als auch Brenndauer des Pelletofens haben einen großen Einfluss auf die Raumatmosphäre. Ist der Wohnraum beispielsweise nicht allzu groß und die Qualität der Wärmedämmung besonders gut, könnte sich eine zu hohe Heizleistung negativ bemerkbar machen. Die Raumluft wäre schnell zu warm, was häufigeres Öffnen der Fenster nach sich zöge, wodurch die Heizenergie jedoch wieder verloren ginge. Die Folge wäre also ein zu hoher Brennstoffverbrauch. Es ist daher wichtig, die Heizleistung des Ofens möglichst genau auf den Wohnraum abzustimmen.

Eine bedarfsgerechte Regulierung ist für die Wärmeabgabe des Ofens besonders wichtig. Das gilt vor allem für Häuser, die über eine sehr gute Wärmedämmung verfügen und daher mit einem verhältnismäßig kleinen Ofen auskommen sollten. Es gibt daher Modelle, die bei einer bestimmten Kilowattzahl eine manuelle Regelung anbieten, damit sich die Heizleistung des Ofens dem Bedarf entsprechend drosseln lässt. Andere Modelle bieten wiederum nur Heizprogramme, die eine bestimmte Leistung ermöglichen. In solchen Fällen empfiehlt es sich umso mehr, die Ofengröße der jeweiligen Raumgröße möglichst genau anzupassen.

Wirkungsgrad. Beim eher umständlichen Heizen mit Scheitholz lassen sich nur geringe Wirkungsgrade erzielen. Von der eingesetzten Energie werden bei qualitativ hochwertigen Öfen etwa 70 Prozent in Wärme umgewandelt. Im Vergleich dazu ist ein Pelletofen deutlich effizienter und mit Gas- oder Ölheizungen zu vergleichen. Holzpellets werden langsamer und gleichmäßiger verbrannt, wodurch sich in hochwertigen Öfen Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent erzielen lassen. Das führt natürlich zu erheblichen Kosteneinsparungen, der der Verbrauch an Pellets sinkt. Ein wichtiges Entscheidungsmerkmal beim Kauf eines Pelletofens ist demnach der Wirkungsgrad.

Installation und Inbetriebnahme eines Pelletkamins

Es ist durchaus möglich, einen Pelletkamin gemäß Bedienungsanleitung selbst aufzubauen und ihn an den zu beheizenden Raum anzupassen. Verkleidung und Material ähneln denen eines Kaminofens. Natürlich kann auch ein Fachmann mit der Installation beauftragt werden. Dieser kann auch gleich sämtliche Leitungen und den Abzug überprüfen, denn am Ende stehen in jedem Fall Abnahme und Zulassung durch einen Schornsteinfeger. Erst mit dessen Genehmigung darf der Ofen in Betrieb genommen werden.

Pflege und Wartung eines Pelletkamins

Auch Pelletskamine müssen regelmäßig gereinigt und von einem Fachmann gewartet werden. Der Zeitpunkt sollte so gewählt werden, dass er unmittelbar vor der Heizperiode liegt, um während der kalten Jahreszeit einen einwandfreien Betrieb gewährleisten zu können. Im Zuge der Wartung werden Aschereste und Rußablagerungen entfernt sowie sämtliche Dichtungen überprüft. Die Grundreinigung des Ofens kann von dessen Besitzer selber durchgeführt werden, Wartungsarbeiten sind jedoch dem Fachmann zu überlassen.

Eine Reinigung sollte grundsätzlich mindestens zwei Mal pro Jahr vorgenommen werden, damit für die anstehende Heizperiode alles vorbereitet ist und der Ofen einwandfrei funktioniert. Die zweite Reinigung sollte dann unmittelbar nach der Heizperiode, also im Frühjahr, erfolgen. Eine regelmäßige Pflege ist schon allein deshalb erforderlich, um eine sukzessive Verminderung der Heizleistung zu verhindern. Verschmutzungen und Ablagerungen können außerdem dazu führen, dass der Rauch nicht mehr richtig abgeleitet wird und sich infolgedessen sogar im Aufstellraum verteilen kann. Das ist nicht nur unangenehm, sondern birgt auch erhebliche gesundheitliche Gefahren. Ohne regelmäßige Reinigung lassen sich Sicherheit und Funktionalität auf Dauer nicht gewährleisten. Im Extremfall, wenn sich beispielsweise abgelagerter Ruß entzündet, kann es sogar zu einem Brand kommen.

Förderungsbedingungen

Pelletskamine werden zwar staatlich gefördert, müssen dafür jedoch strenge Normen erfüllen. In der Bundesimmissionsschutzverordnung ist es vorgeschrieben, dass ein Pelletskamin höchstens 0,25 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter ausstoßen darf. Moderne Pelletskamine sind an diese Vorgaben in aller Regel jedoch angepasst, weswegen es dahin gehend keinerlei Probleme geben sollte. Der Emissionswert eines Ofens lässt sich über die Angaben, zu denen die Hersteller verpflichtet sind, leicht vor dem Kauf überprüfen. Werden die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, steht auch einer Zulassung durch den örtlichen Schornsteinfeger nichts mehr im Wege.