Pelletbranche blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2016 zurück

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Pellets Nahansicht

Angestrebte wurde ein Absatz von neuen Pelltheizungen von rund 38.000 Stück. Erreicht wurden 2016 jedoch nur knapp 31.500 Pelletheizungen (Pelletkessel plus Pelletöfen). Damit sind bundesweit nun mehr als 400.000 Pelletheizungen in Betrieb. 

Als Grund macht die Branche den viel zu günstigen Heizölpreis der letzten Jahre aus. Denn ein Umstieg von Heizöl auf Holzpellets rechnet sich derzeit trotz maximaler staatlicher Förderung wirtschaftlich nicht. 

Den Ansatz des DEPV-Vorsitzenden Andreas Lingner, mehr staatliche Forderung wie in Baden-Württemberg würde helfen, bezweifeln wir. Die Sanierungsquote in Baden-Württemberg ist seit der Einführung der Forderung von regenerativem Anteil bei der Heizungsmodernisierung die schlechteste Quote aller Bundesländer. Wir sprechen uns daher für einen Steuerbonus auf Basis des CO2-Ausstoßes eines Gebäudes aus. Zusätzlich sollte der Schornsteinfeger nicht nur die Abgasverluste nach BImSchV überprüfen, sondern den anlagentechnischen Wirkungsgrad ermitteln. Denn nur dieser gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einer alten Heizungsanlage. 

Die Bundesregierung sollte sich unserer Meinung nach intensiver mit den Interessen der Schornsteinfeger beschäftigen. An einer modernen Heizung verdient der Schornsteinfeger leider deutlich weniger bzw. bei einer Wärmepumpe gar kein Geld mehr. Welchen Grund hat also ein Schornsteinfeger, wenn er dem Hausbesitzer einer Uralt-Heizung die Modernisierung empfiehlt?

Hier muss es einen Anreiz für den Schornsteinfeger geben. Ansonsten werden Hausbesitzer weiter das Schornsteinfeger-Prädikat "Top Werte, beste Anlage in der Straße" erhalten, auch wenn die Heizung bereits 40 Jahre und älter ist und lässt auf den Schrott gehört.


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