Hocheffizienzpumpe

Nachgefragt: Warum sind Hocheffizienzpumpen eigentlich so sparsam?

Energiesparen beginnt bei der Heizungspumpe, die alten Stromfresser haben ausgedient. Sie machen Platz für neue Hocheffizienzpumpen, die nur einen Bruchteil der Energie benötigen. Doch was macht diese Pumpen so sparsam? Wir fragten Ulrike Schulz, Expertin von den Wilo-Förderberatern. 

Frau Schulz, warum sollten alte Pumpen ausgetauscht werden?

"Man muss sich einfach klarmachen, dass eine Heizungspumpe während der Heizperiode praktisch im Dauerbetrieb arbeitet. Solange die Heizung läuft, so lange wälzt die Pumpe das Wasser im Rohrnetz um. Da kommen beispielsweise bei einem 3-Personen-Haushalt schnell 6.000 Betriebsstunden pro Winter zusammen. Eine veraltete Heizungspumpe kann so jährlich mehr Strom verbrauchen als zum Beispiel ein Kühlschank oder ein Elektroherd." 

Und mit Hocheffizienzpumpen kann der hohe Energieverbrauch reduziert werden?

"Genau. Mit der Wilo-Stratos PICO kann der jährliche Energieverbrauch der Heizungspumpe von bis zu 600 kWh auf gerade einmal 40 kWh pro Jahr reduziert werden. Die Pumpentechnologie hat mit Wilo in den letzten Jahren einen großen Sprung nach vorne gemacht: Ältere Pumpenmodelle werden oft noch über vierstufige Asynchron-Motoren betrieben. Pumpen der neuesten Generation verfügen über einen hocheffizienten Motor, eine elektronische Regelung und eine automatische Nachtabsenkung. Sie passen sich dem tatsächlichen Wärmebedarf an und sparen so eine Menge Energie. Bereits Anfang der 2000er hat Wilo die erste Hocheffizienzpumpe für die Bereiche Heizung, Klima und Kälte vorgestellt. Seitdem wird diese neue Pumpengeneration laufend weiterentwickelt. Hinzu kommt, dass die Pumpen insgesamt wesentlich kleiner und kompakter geworden sind.  So können Hocheffizienzpumpen der neuesten Generation wie zum Beispiel die Wilo-Stratos oder die Wilo-Stratos PICO im Vergleich zu alten Stromfressern mehr als 80 % Energieeinsparungen im Vergleich zu alten Stromfressern erzielen." 

Was bedeutet in diesem Zusammenhang der Begriff ErP-ready?

"ErP-ready besagt, dass eine Pumpe die Normen der ErP-Richtlinie der europäischen Kommission erfüllt. Dazu muss sie einen Energie-Effizienz-Index (EEI) von mindestens 0,23 erzielen, der seit dem Jahr 2013 als Referenzwert vorgegeben und damit für Hocheffizienzpumpen Pflicht ist. Noch strenger sind allerdings die Regeln für die staatliche Förderung des Pumpentauschs in Deutschland. Die setzt ab einem EEI von 0,20 ein, dann wird der Tausch der Pumpe mit 30% der Nettokosten des Handwerkerrechnungsbetrags bezuschusst.  Die Hocheffizienzpumpen der neuesten Generation von Wilo erreichen diesen Wert oder sind zum Teil sogar noch effizienter." 

Hocheffizienzpumpe: Was würden Sie einem Hausbesitzer empfehlen? 

"Ich würde ihm empfehlen, nicht länger zu warten, sondern die alten Stromfresser so schnell wie möglich zu ersetzen. Denn einerseits sollte er sich die 30% Förderung nicht entgehen lassen, andererseits amortisiert sich der Einbau einer Hocheffizienzpumpe schon nach kurzer Zeit durch die massive Einsparung von Stromkosten. Das lohnt sich selbst bei Altpumpen, die erst vor wenigen Jahren eingebaut wurden. Hinzu kommt noch, dass er danach mit dem guten Gefühl aufwacht, aktiv etwas gegen den Klimawandel getan zu haben. Das alleine sollte als Grund eigentlich schon ausreichen."

 

Wir bedanken uns bei Frau Schulz für die Beantwortung unser Fragen. Sollten Sie Fragen rund um die Pumpenförderung und den vorgezogenen Pumpentausch haben, unterstützen die Wilo-Förderberater unter 0231 4102 7050 gerne.