Heizöltank

Der Heizöltank ist neben dem Ölkessel das Kernstück einer Ölheizung. Da der Brennstoff direkt im Gebäude gelagert wird, hat der Hauseigentümer einiges zu beachten, um rechtlich sicher zu sein. 

Nutzen und Vorteile eines Heizöltanks im Überblick

Wirtschaftlichkeit: Wer Niedrigpreisphasen ausnutzen möchte und Wert auf eine dauerhaft wirtschaftliche Versorgung mit Heizöl legt, wird um einen entsprechend dimensionierten Heizöltank als Basis kaum herumkommen.

Komfort: Der Heizöltank bietet eine flexible, bequeme Form der Energieversorgung. Wer mit Öl heizt, weiß diese Vorteile bereits zu schätzen. Dank einer Tank-Fernüberwachung ist es heutzutage möglich, sich den Füllstand des Tanks automatisch melden zu lassen, wenn sich dieser auf einem zu niedrigen Niveau bewegt. So ist gewährleistet, dass rechtzeitig Nachschub geliefert wird. Zusätzlich wird durch Zahlpläne eine bequeme monatliche Rechnungsstellung sichergestellt.

Unabhängigkeit: Mit einem Heizöltank in entsprechender Größe sichern sich Verbraucher Wärme auf Vorrat. Die Energieversorgung bleibt weitestgehend unabhängig, da es jedem Nutzer frei steht, sich den Lieferanten selbst auszusuchen. Auch der Zeitpunkt kann nach belieben gewählt werden, was die Nutzung niedriger Preise ermöglicht.

Sauberkeit: Moderne und gepflegte Öltanks verhindern nicht nur unangenehmen Ölgeruch im Heizungskeller, die geben zudem auch das Gefühl von Sicherheit und Zuverlässigkeit. Bei der Verwendung von schwefelarmem Heizöl kommen eine saubere Verbrennung sowie deutlich reduzierte Emissionen hinzu.

Versorgungssicherheit: Die heute noch verfügbaren Heizölreserven sichern noch den Bedarf von ganzen Generationen, was die Wärmeversorgung auch in Zukunft absichert. Bei modernen Ölheizungen kommen vielfältige Möglichkeiten hinzu, auch flüssige Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie z. B. Bioheizöl zu verwenden. Damit lassen sich sowohl Heizanlage als auch die Umwelt schonen.

Viel Energie auf wenig Raum: Kompakte Tanksysteme

Solange Tankanlagen ein Volumen von 5.000 Litern nicht überschreiten, können sie zusammen mit dem Heizkessel in einem Raum aufgestellt werden. Handelt es sich dabei noch um moderne Sicherheitstanksysteme, ist hierfür noch nicht einmal eine zusätzliche Rückhalteeinrichtung nötig.

Moderne Ölheizsysteme können durch einen deutlich niedrigeren Verbrauch überzeugen als ältere. Wird jetzt noch der verbesserte Dämmstandard von Gebäuden hinzugezogen, ist im Gegensatz zu früher nur noch vergleichsweise wenig Raum für Ölvorräte zu kalkulieren. Separate Öllageräume, wie sie früher öfters vorzufinden waren, werden dadurch meist überflüssig und können künftig anderen Zwecken dienen. 

Noch weniger Raum benötigt ein Erdtank, der außerhalb des Hauses im Erdreich eingebettet wird. Diese Tanks sind mittlerweile auch für kleinere Lagermengen erhältlich und reduzieren so den Platzbedarf im Keller noch einmal ganz erheblich.

Der alte Heizöltank - austauschen oder nicht?

Was passiert eigentlich mit dem alten Tank? Diese Frage stellen sich viele Hausbesitzer, die gerade ein Haus gebaut oder geerbt haben, in dem eine Ölheizung ihren Dienst tut. Klar ist möglicherweise schon, dass die Heizung modernisiert werden soll. Aber kann der alte Tank auch noch in Zukunft zuverlässig den Brennstoff speichern? Neben der Frage nach der Sicherheit stellt sich auch jene nach den derzeit gängigen gesetzlichen Anforderungen bezüglich Heizöltanks. Möglicherweise sinkt der Heizölbedarf infolge eines effizienteren Kessels auch so sehr, dass ein deutlich kleinerer Tank ebenso ausreichen würde. Wir möchten im Folgenden die wichtigsten Fragen rund um die Tankanlage beantworten und aufzeigen, wie Sie von einem neuen Energiespeicher sogar profitieren können.

Ist eine Tankerneuerung grundsätzlich Pflicht?

Das kann verneint werden, denn befindet sich der Heizöltank noch in einem guten Zustand, der den gesetzlichen Anforderungen entspricht, ist ein Austausch ungeachtet seines Alters nicht nötig. Wer jedoch ein altes Haus mit einer alten Heizung kauft, führt darin in aller Regel umfassende Sanierungsmaßnahmen durch, um den heutigen Energiestandards genügen zu können. Dadurch senkt sich der Energiebedarf und infolgedessen auch das nötige Volumen des Heizöltanks.

Können für Heizöltanks Fördergelder beantragt werden?

Soll der alte Heizöltank zusammen mit der Heizungsanlage erneuert werden, können für die Gesamtkosten Fördermittel bei der KfW-Bank beantragt werden. Zusätzlich gibt es im Rahmen der Aktion "Deutschland macht Plus!" noch 250 Euro extra an Fördermitteln, wenn eine Modernisierung mit Öl-Brennwerttechnik angestrebt wird. Darüber hinaus ist es privaten Vermietern möglich, die Kosten des neuen Tanks und der Modernisierung im Jahr der Anschaffung auf der Einkommensteuererklärung geltend zu machen.

Entspricht die Größe des Tanks meinem Energiebedarf?

Wird der Energiebedarf im Rahmen der Heizungsmodernisierung signifikant gesenkt, kann auch ein kleinerer Heizöltankausreichend sein. Durch den Austausch ist es möglich, Platz zu gewinnen. Ein größerer Tank bringt jedoch den Vorteil mit sich, durch das größere Lagervolumen besser von Niedrigpreisen am Heizölmarkt zu profitieren. Noch mehr Platz wird dadurch gewonnen, den alten Heizöltank gegen eine Batterietankanlage zu ersetzen.

Wie viel Platz benötigt ein neuer Heizöltank?

Der Raumbedarf hängt von Volumen und Bauart des Tanks ab. Moderner Ölheizungen haben in der Regel einen deutlich geringeren Bedarf an Brennstoff als ältere Anlagen, weswegen auch der Vorrat für ein Jahr deutlich weniger Platz in Anspruch nimmt. Eine Batterietankanlage mit einem Lagervolumen von 3.000 Litern lässt sich beispielsweise bereits auf einer Stellfläche von 1,5 m² unterbringen. Wer hingegen auf einen Erdtank ausweicht, den es mittlerweile auch für relativ kleine Mengen gibt, benötigt im Haus überhaupt keinen Platz mehr für einen Heizöltank.

Tankanlagen mit einem Heizöltank von bis zu 5.000 Liter Fassungsvermögen können zusammen mit dem Heizkessel im Aufstellraum untergebracht werden. Für die Abstände zum Heizgerät gelten jedoch feste Regeln, die in den Feuerungsverordnungen der jeweiligen Bundesländer zu finden sind. Es empfiehlt sich, sich im Vorfeld Heizungshandwerkern oder Tankschutz-Fachbetrieben zu informieren.

Ist es überhaupt sinnvoll, weiterhin mit Öl zu heizen?

Trotz aller Bedenken kann es auch heute noch seine Vorteile haben, mit Öl zu heizen. Mit dem Heizöltank holt man sich seinen eigenen Energiespeicher ins Haus, was ein gewisses Maß an Unabhängigkeit mit sich bringt. Außerdem ist es im Zuge einer Heizungsmodernisierung von den Kosten her vorteilhafter, beim bisherigen Brennstoff zu bleiben. Angst vor Versorgungsengpässen muss derzeit auch noch niemand haben, denn Ölreserven sind noch genug vorhanden.

Mit einem eigenen Heizöltank können Verbraucher selber wählen, von welchem Lieferanten sie ihr Heizöl in welcher Menge und an welchem Termin beziehen. Die Vorteile eines Heizöltanks kommen vor allem in energieeffizienten Gebäuden gut zum Tragen, denn infolge der besseren Dämmung und des Einsatzes alternativer Energiequellen sinkt der Bedarf an Heizöl, was wiederum die Reichweite einer Tankfüllung erhöht. Insofern ist es auch sinnvoll, sich auf einen Energieträger zu verlassen, der vergleichsweise leicht zu beschaffen ist und ohne hohe laufende Kosten auskommt. Wird nämlich keine Wärme benötigt, fallen bei der Ölheizung auch keinerlei Grundgebühren an. Anders sieht es bei Brennstoffen aus, die über ein Leitungsnetz ins Haus gelangen, wie das bei Erdgas oder Strom der Fall ist. Für beide fallen Grundgebühren an, auch wenn sie nicht genutzt werden.

Heizöltank als Energiespeicher mit hoher Reichweite

Heizöl besitzt einen vergleichsweise hohen Energiegehalt. Dies wird in einem Vergleich mit Wasser- und Stromspeichern deutlich. So können in einem Warmwasserspeicher mit 1.000 Litern Fassungsvermögen höchstens 90 kWh bevorratet werden, wobei Tag für Tag fünf Prozent der gespeicherten Energie verloren gehen. Eine Batterie mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern speichert hingegen 400 kWh bei einem Energieverlust von nur einem Prozent pro Monat. Ein 1.000 Liter fassender Heizöltank bevorratet hingegen mehr als 10.000 kWh, die zudem noch über einen sehr langen Zeitraum erhalten bleiben.  

Passend für alle Anforderungen: Bauarten moderner Heizöltanks

Ein passender Heizöltank ist für nahezu alle Gegebenheiten bzw. Anforderungen erhältlich. Welches Tanksystem das beste ist, hängt vom wirtschaftlichen Aspekt, den örtlichen Gegebenheiten und auch den persönlichen Vorlieben ab. Grundsätzlich lässt sich zwischen ober- und unterirdischer Lagerung unterscheiden. Wenn ein Heizöltank ganz oder teilweise in das Erdreich eingebettet ist, gilt er als unterirdisch. Oberirdische Öltanks werden hingegen in Räumen wie beispielsweise dem Heizkeller aufgestellt. Allen modernen Heizöltanks ist gemein, dass sie im Gegensatz zu älteren Modellen platzsparender, flexibler und sicherer sind. 

Batterietanks

Batterietanks lassen sich ganz nach Bedarf zusammenstellen, damit das fertige Tanksystem genau dem richtigen Lagervolumen entspricht. Sie passen sich sehr genau den räumlichen Gegebenheiten an und sind dadurch vergleichsweise platzsparend. So lässt sich beispielsweise ein 3.000 Liter fassender Heizöltank für ein Einfamilienhaus auf nur 1,5 m² Stellfläche unterbringen. Hergestellt werden Batterietanks heutzutage aus Polyethylen (PE), Polyamid (PA) oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Darüber hinaus sind sie mit und ohne Stahlblechmantel und natürlich auch in unterschiedlichen Größen erhältlich.

Sowohl bei der Erneuerung einer bestehenden Tankanlage als auch im Zuge der Neuanschaffung stellen Batterietanks eine kostengünstige Lösung dar. Die einzelnen Segmente passen ohne Probleme durch Türen oder Fenster. Mehrere Einzeltanks lassen sich bei Bedarf zu einem einzigen, großen Heizöltank verbinden. Auf diese Weise kann das Lagervolumen stets an die persönlichen Bedürfnisse - unter Berücksichtigung von Tankgewohnheit und Heizölverbrauch - angepasst werden.

Für alle Arten an Heizöltanks gilt stets das Prinzip der doppelten Sicherheit. Ältere, einwandige Tanks benötigen daher einen öldichten Auffangraum. Dieser ist bei modernen Tanks, die über eine integrierte Rückhalteeinrichtung verfügen, nicht mehr nötig. Hier nämlich ist der Innenbehälter von einem Kunststoff- oder Stahlblechmantel umschlossen. Einzig GFK-Tanks müssen auf speziellen Dichtflächen aufgestellt werden, die meist vom Hersteller als Zubehör mitgeliefert werden.

Batterietanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK-Tanks)

Die korrosionsbeständigen GFK-Tanks sind geruchsdicht und einfach zu reinige. Dank des transparenten Werkstoffes ist der Füllstand leicht zu erkennen. GFK-Tanks können ohne zusätzliche Ölauffangwanne montiert werden. Ein flüssigkeitsdichter Bodenbelag ist vorzusehen. In Wasserschutzgebieten gelten ggf. abweichende Anforderungen.

Heizöltank nach Maß

Bei standortgefertigten Tanks handelt es sich um individuelle Anfertigungen, die den örtlichen Gegebenheiten optimal angepasst sind. Dadurch ermöglichen sie auch eine volle Raumausnutzung, wodurch sich die für die jeweilige Räumlichkeit maximale Lagerkapazität ergibt. Individuelle Lösungen sind vor allem bei räumlich eher schwierigen Verhältnissen gefragt. Ein standortgefertigter Heizöltank kann auch die kostengünstigste Lösung darstellen, wenn ein besonders hohes Lagervolumen gefordert wird. Auch standortgefertigte Tanks können aus GFK, PE, PA oder Stahl mit Innenhülle gefertigt sein und gewähren dadurch ein Höchstmaß an Sicherheit.

Heizöl unterirdisch Lagern im Erdtank

Ist im Haus kein Platz für einen Heizöltank in der gewünschten Größe, stellt der Erdtank die Alternative dar. Er lässt sich platzsparend, dauerhaft und sicher außerhalb des Hauses im Erdreich unterbringen. Meist kommen zu diesem Zweck werksgefertigte, zylindrische oder kugelförmige Tanks aus Stahl zum Einsatz. Zur Reinigung und zur Wartung befindet sich an der Oberseite ein Domschacht als Einstiegsöffnung. 

Erdtanks müssen stets dem Prinzip der doppelten Sicherheit entsprechen und deswegen doppelwandig ausgelegt sein. Der Zwischenraum dient der Dichtheitsüberwachung und ist mit einem Leckanzeigegerät ausgestattet. Dieses Gerät meldet automatisch, wenn an einem der beiden Wände ein Schaden aufgetreten ist. Hat die innere Wand ein Leck, verhindert die äußere Wand das Auslaufen des Heizöls. Ist der Erdtank mit einer bauartzugelassenen Leckschutzauskleidung in Form einer Kunststoff-Innenhülle ausgestattet, wird dieser dem doppelwandigen Erdtank sicherheitstechnisch gleichgestellt. Bei einem einwandigen Heizöltank kann diese Auskleidung nachgerüstet werden.

Was müssen Hausbesitzer beim Heizöltank beachten?

Gesetze und Regeln zum Heizöltank

Wer Heizöl in einem dafür vorgesehenen Heizöltank lagert, muss die entsprechenden Regeln zum Gewässer- und Brandschutz beachten. Einige gelten bundesweit, andere können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. 

Doppelte Sicherheit beim Heizöltank

Umweltschutz hat beim Heizöltank stets höchste Priorität! Jeder Tankbesitzer hat darauf zu achten, dass kein Heizöl aus der Anlage austritt und die Umwelt kontaminiert. Gemäß dem Gesetz der doppelten Sicherheit muss jeder Heizöltank immer mit zwei Vorrichtungen gesichert sein.

Sichere Lagerung bei Hochwasser: Der Heizöltank in Überschwemmungsgebieten

In Gebieten, die offiziell als Überschwemmungsgebiet ausgewiesen sind, gelten für den Heizöltank besondere Regeln, damit auch bei Hochwasser kein Öl unkontrolliert in die Umwelt gelangen kann. Wer in solchen Gebieten wohnt, kann unter zwei Verfahren zur sicheren Heizöllagerung wählen.

Batterietanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK-Tanks)

Die korrosionsbeständigen GFK-Tanks sind geruchsdicht und einfach zu reinige. Dank des transparenten Werkstoffes ist der Füllstand leicht zu erkennen. GFK-Tanks können ohne zusätzliche Ölauffangwanne montiert werden. Ein flüssigkeitsdichter Bodenbelag ist vorzusehen. In Wasserschutzgebieten gelten ggf. abweichende Anforderungen.

Bodenablauf in der Nähe des Heizöltanks

Achten Sie bitte darauf, dass es keinen Bodenablauf in einem angrenzenden Kellerraum gibt, in den Heizöl bei einem Schaden am Heizöltank oder den Ölleitungen laufen könnte. Bei der klassischen Heizungswartung werden Bodenabläufe in Nachbarkellern häufig vom Heizungstechniker übersehen, denn dieser schaut sich nicht alle Kellerräume an. 

Sollte sich ein klassischer Bodenablauf in der Nähe der Ölheizung befinden, kann dieser gegen einen Bodenablauf mit Heizölsperre getauscht werden. Gelangen Leichtflüssigkeiten wie Öl in den Bodenablauf, so sorgt ein Schwimmer dafür, das das verunreinigte Abwasser nicht in den Kanal gelangen kann.

Sichere Heizöllagerung: Die wichtigsten Vorschriften im Überblick

Dank moderner Werkstoffe und fortschrittlicher Technik ist es heutzutage möglich, maßgeschneiderte Lösungen für die sichere und fachgerechte Lagerung von Heizöl EL anzubieten. Hinzu kommen gesetzliche Prüf- und Überwachungsvorschriften, mit denen maximale Sicherheit bei der Lagerhaltung von Brennstoffen gewährleistet werden sollen.

Betreiberpflichten

Der Besitzer einer Ölheizung ist für deren einwandfreien Zustand und eine ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit stets voll und ganz selbst verantwortlich. Aus dieser Verantwortung heraus ergeben sich die sog. Betreiberpflichten. Im Sinne des Gesetzgebers handelt es sich beim Betreiber um eine Person, in deren Eigentum oder Besitz sich eine Ölheizung samt Tankanlage befindet. Die Pflichten können auch an dritte Personen wie beispielsweise Mieter übertragen werden. Im folgenden sollen die wichtigsten Prüf- und Überwachungsvorschriften Erwähnung finden, mit deren Hilfe sich Betreiber einer Anlage einen Überblick darüber verschaffen können, welche gesetzlichen Anforderungen hierbei zu berücksichtigen sind.

1. Anzeige- und Genehmigungspflicht

Oberirdische Anlagen ab einem Lagervolumen von i.d.R. mehr als 1.000 Litern sowie alle Erdtanks unterliegen der Anzeigepflicht. Sie müssen daher bei der Wasserbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt zwei Monate vor deren Errichtung angemeldet werden. Bei der Behörde können die Betreiber auch in Erfahrung bringen, ob der Lagerort in einem Wasserschutzgebiet liegt. Ab einem Tankvolumen von 5.000 Litern muss zusätzlich eine Baugenehmigung eingeholt werden. In manchen Ländern besteht diese Genehmigungspflicht schon bei Tanks, deren Volumen 1.000 Liter überschreitet. Bei der zuständigen Wasserbehörde oder dem zuständigen Bauamt können die nötigen Formulare und Merkblätter bezogen werden.

2. Sachverständigenprüfung

Oberirdische Anlagen mit mehr als 1.000 Liter Volumen sowie alle unterirdischen Anlagen und Anlagenteile müssen vor der ersten Inbetriebnahme durch einen Sachverständigen nach der "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (VAwS) geprüft werden. Dies gilt auch dann, wenn an der Anlage wesentliche Änderungen vorgenommen wurden. Regelmäßige Prüfungen sind nur bei Erdtanks und Tankanlagen mit einem Fassungsvermögen von mehr als 10.000 Litern nötig. Betreiber einer Ölanlage sind dazu verpflichtet, den Sachverständigen rechtzeitig mit der entsprechenden Prüfung zu beauftragen.

3. Dokumentationspflicht

Betreiber einer Ölanlage sind dazu verpflichtet, sämtliche Unterlagen über seine Anlage aufzubewahren.

4. Fachbetriebspflicht

Sämtliche Arbeiten, die an Öltanks oder Ölleitungen anstehen, müssen von Fachbetrieben durchgeführt werden. Diese bedürfen sowohl der entsprechenden Qualifikation als auch der technischen Ausstattung, mit denen die Anforderungen des § 3 der "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" (WasgefAnlV) vom 31.03.2010 erfüllt werden.

Zu den fachbetrieblichen Tätigkeiten gehören das Einbauen, Aufstellen, Instandhalten sowie das Instandsetzen von Ölanlagen. Diese Fachbetriebspflicht gilt meist ab einem Volumen von 10.000 Litern, in manchen Bundesländern aber auch schon ab 1.000 Liter. Ab welchem Lagervolumen im jeweiligen Bundesland die Pflicht zur Beauftragung eines Fachbetriebes besteht, lässt sich der Übersicht "Prüfpflichten für Öllageranlagen nach VawS" entnehmen.

Einen Nachweis besonderer Fähigkeiten und Qualifikationen erfordern auch die folgenden Arbeiten an Ölanlagen:

- Innenrevision,
- Reinigung der Öllageranlage,
- Ausführung werterhaltender Maßnahmen,
- Montage von Leckschutzauskleidung,
- und das Aufbringen einer fachgerechten Innenbeschichtung.

Üblicherweise werden die nötigen Qualifikationen nur von speziellen Tankschutzunternehmen erbracht.

5. Regelmäßige Kontrolle durch den Betreiber

Der Betreiber einer Ölanlage hat sich durch regelmäßig durchzuführende Kontrollen (Sicht- und Funktionskontrollen) von der Betriebssicherheit seiner Anlage zu überzeugen. Der Auffangraum muss zu diesem Zweck frei und einsehbar sein. Die Sichtkontrolle umfasst die folgenden Punkte:

- Dichtheit des Heizöltanks und sämtlicher Heizöl führenden Rohrleitungen.
- Dichtheit der Befüll- und Lüftungsleitungen.
- Bei Stahltanks Kontrolle der Außenwände auf Korrosion.
- Prüfung auf Risse, Setzungen und beschädigte oder fehlende Beschichtungen im Auffangraum.
- Überprüfung des ordnungsgemäßen Zustands sämtlicher Anlagenteile (z. B. Verschraubungen).
- Prüfung der Austrittsöffnung der Lüftungsleitung, da diese gegen das Eindringen von Regenwasser geschützt sein muss.

Im Rahmen der Funktionskontrolle wird bei doppelwandigen Öltanks mit Leckageanzeigegerät die Alarmfunktion getestet (optischer und/oder akustischer Alarm).

Sicherheitsstandards beim Heizöltank

- Prinzip der doppelten Sicherheit: Es werden immer zwei Schutzeinrichtungen, ein primärer und ein sekundärer Schutz, für jedes Heizöllager gefordert.

- Auffangraum für einwandige Tanks: Der Auffangraum muss absolut öldicht sein und über eine zugelassene Beschichtung verfügen. Zu Kontrollzwecken muss er zudem einsehbar sein, weswegen ein ausreichend großer Abstand zu Wänden eingehalten werden muss.

- Doppelte Sicherheit durch doppelwandige Tanks. Hier ist die Rückhalteeinrichtung bereits integriert, weswegen auf eine zusätzliche Abmauerung verzichtet werden kann.

- Selbsttätige Überwachungseinrichtungen. Hierzu gehören Leckageanzeigegeräte, die eine einfache und sichere Kontrolle des Öltanks ermöglichen.

- Grenwertgeber zur Überfüllsicherung.

 

 

Heizöltank richtig aufstellen: Die Muster-Feuerungsverordnung legt die Regeln fest

Heizöltank: Jedes Bundesland hat abweichende Anforderungen

Die "Muster-Feuerungsverordnung" (Muster-FeuV) regelt zwar die grundsätzlichen Anforderungen an die Aufstellung von Heizöltanks. Zusätzlich gelten jedoch die jeweiligen Feuerungsverordnungen der Bundesländer. Schauen Sie sich also die für Ihr Bundesland geltende Feuerungsverodnung an.

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, BremenHamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Quelle: Institut für Wärme und Öltechnik e.V. 

Heizöltank: Was muss der Hauseigentümer beachten

Neben der "Feuerungsverordnung" (FeuV) gelten weitere Vorschriften und Gesetze, die jeder Hausbesitzer kennen sollte. Die Anwendung der Vorschriften obliegt primär dem Fachhandwerker. Einiges ist aber auch vom Hauseigentümer in Hinblick auf wasserrechtliche und brandschutzrechtliche Gesetze zu beachten. 

Zusätzlich zum "Wasserhaushaltsgesetz" (WHG) welches bundesweit einheitlich Gültigkeit hat und den länderspezifischen "Wassergesetzen" (WG) sind die "Verordnungen über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe" (VAwS) sowie die "Technische Regel wassergefährdender Stoffe " (TRwS) 

Anforderung entsprechend der TRwS:

Besitzer einer Ölheizung sind aufgefordert, die Dichtheit des Heizöltanks alle 3 Monate zu überprüfen. Zusätzlich müssen die Sicherheitseinrichtungen auf deren ordnungsgemäße Funktion überprüft werden. Bei der Installation einer neuen Ölheizung ist ein Einstrang-System zu installieren. Zweistrang-Systeme sind nicht mehr zulässig! 

Häufig wird beim Befüllen des Heizöltanks durch den Tankwarenfahrer so lange gefüllt, bis der Grenzwertgeber auslöst. Dies ist jedoch ausdrücklich nicht zulässig! Der Inhalt im Heizöltank muss vorher festgestellt werden und die sich daraus ergeben maximale Füllmenge muss am Tankwagen fest eingestellt werden. 

Anforderung entsprechend der VAwS:

Heizöltanks müssen zum Teil einmalig, zum Teil regelmäßig von einem Sachverständigen überprüft werden. Leider gibt es auch hier keine bundesweit einheitliche Regelung. Die für Ihr Bundesland geltenden Regelungen zur Prüfung des Heizöltanks nach VAwS finden Sie hier.

Baden-WürttembergBayernBerlinBrandenburgBremenHamburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfalenRheinland-PfalzSaarlandSachsenSachsen-AnhaltSchleswig-HolsteinThüringen

Quelle: Institut für Wärme und Öltechnik e.V.