Gasheizung Kosten

Preise und laufende Gasheizung Kosten im Überblick

Die Gasheizung zählt nach wie vor zu den beliebtesten Heizsystemen in Deutschland, denn rund zwei Drittel aller Haushalte heizen mit Gas. Und das hat gute Gründe:

Die Investitionskosten für eine Gasheizung sind niedrig, der Schadstoffausstoß vergleichsweise gering, die Wirkungsgrade dafür hoch und es besteht außerdem noch die Möglichkeit, die Heizung mit erneuerbaren Energien zu kombinieren. 

Steht die Anschaffung in eine neue Heizung an, ist die Gasheizung so gut wie immer in der Liste der Alternativen mit dabei. Nun gilt es, deren Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.

Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Gasheizung Kosten effektiv und einfach reduzieren.

Gasheizung Preise

Wer die Anschaffung einer Gasheizung in Betracht zieht, sollte im Rahmen seiner Kalkulation sowohl die kurz- als auch die langfristigen Kosten im Auge behalten. Diese hängen von verschiedenen kostenrelevanten Faktoren ab, wozu beispielsweise Gaspreisentwicklung, Wärmedämmung des Hauses und der jährliche Warmwasserbedarf zählen. Die Gesamtkosten einer Gasheizung lassen sich grob in Anschaffungskosten, Instandhaltungskosten und Brennstoffkosten einteilen.

Anschaffungskosten für eine Gasheizung

Eine Niedertemperatur-Gasheizung gibt es bereits ab 1.500 Euro. Es ist jedoch empfehlenswert, etwas mehr Geld zu investieren und gleich auf ein Gerät mit moderner Brennwerttechnik zurückzugreifen, das ab ca. 2.500 Euro erhältlich ist. Je nachdem, wie viel Leistung erforderlich ist, kann ein Gasheizkessel bis zu 5.000 Euro kosten. Die Anschaffungskosten umfassen jedoch mehr als das Gerät selbst, sondern auch Installation und Inbetriebnahme durch einen Fachbetrieb. Hinzu kommen weitere Optimierungen und Ergänzungen der Heizanlage, wozu beispielsweise das Abgassystem zählt. Die Kosten sind also ganz entscheidend von den jeweils vorliegenden Rahmenbedingungen des Hauses abhängig. Rechnet man die Installation hinzu, können die Anschaffungskosten zwischen 1.900 und 9.000 Euro liegen. Nachfolgend ein Beispiel für die Anschaffung einer Gasbrennwertheizung mit hydraulischem Abgleich und unter Berücksichtigung einer KfW-Förderung:


Beispiel Kosten für eine Gasheizung

Heizgerät: Zwischen 1.500 und 3.000 Euro (je nach Hersteller, Qualität und Ausführung)

Abgassystem: 460 bis 850 Euro (je nach Höhe des Schornsteins)

Peripherie: 400 bis 800 Euro (hierzu zählen beispielsweise Magnetitschlammabscheider und Kondensathebepumpe)

Montagematerial: 500 bis 700 Euro

Montageleistung: 900 bis 1.500 Euro

Hydraulischer Abgleich zzgl. Aufpreis für Thermostatventile: 250 Euro

KfW-Förderantrag: 275 Euro

Nettokosten: Zwischen 4.400 und 8.400 Euro 

Bruttokosten: Zwischen 5.200 und 7.600 Euro 

Kosten abzüglich der KfW-Förderung: 4.700 bis 6.900 Euro

Ein zusätzlicher Wasserspeicher würde mit zusätzlichen 700 bis 1.000 Euro zu Buche schlagen. Als Referenzobjekt dient in diesem Fall ein Einfamilienhaus mit vier Stockwerken und einem Leistungsbedarf von 17,8 kW, in dem vier Personen leben. Die Abgasführung erfolgt durch den Kamin, ein Abfluss ist vorhanden.

Laufende Kosten einer Gasheizung

Die Entscheidung, ob eine Gasheizung angeschafft werden soll, ist auch von der Entwicklung des Gaspreises abhängig. Im Jahr 2015 lag der durchschnittliche Gaspreis bei 6,38 Cent pro kWh, im Jahr davor waren es 6,52 Cent/kWh und aktuell sind es 6,22 Cent/kWh, jeweils bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh. Anhand der langfristigen Entwicklung lassen sich immer wieder Schwankungen ausmachen. Zu den jährlichen Kosten müssen aber auch die Ausgaben für den Schornsteinfeger und die regelmäßige Wartung gezählt werden, die Wartungskosten liegen jährlich zwischen 80 und 200 Euro. Die Feuerstättenschau durch den Schornsteinfeger schlägt mit 30 bis 60 Euro pro Jahr zu Buche.

Einen detaillierten Kostenvergleich mit allen Relevanten Kosten für die Ölheizung, Fernwärmeheizung oder für regenerativ heizen  finden Sie im Betrag Heizkostenvergleich aller Energieträger

Erdgas - Brennstoff Nr. 1 in Deutschland

Der hierzulande am meisten verwendete Energieträger ist zweifelsohne Erdgas. Der durchschnittliche Brennwert liegt zwischen 9,7 und 12,5 kW pro Kilogramm. Anhand des Brennwerts lässt sich die im Erdgas enthaltene Menge an Energie ableiten, die wiederum vom Methangehalt und von der Herkunft des Erdgases abhängig ist. Aus Deutschland und den Niederlanden kommt meist Erdgas mit geringerem Brennwert. Erdgas aus Norwegen und Osteuropa verfügt hingegen über einen höheren Brennwert. Vergleicht man Erdgas mit anderen fossilen Energieträgern, wird ersichtlich, dass es die geringsten CO2-Emissionen verursacht. Der CO2-Ausstoß bei einer Gasheizung liegt bei ca. 200 g pro Kilowattstunde. Heizöl kommt hingegen auf 260 g/kWh und Braunkohle sogar auf 400 g/kWh.

Förderung bei Gasheizungen

Wer sich im Rahmen einer Heizungsmodernisierung oder eines Austauschs für eine Gasheizung entscheidet, kann dafür aktuell bis zu 15 Prozent an Kostenzuschüssen vom Staat erhalten. Attraktive Förderprogramme kommen sowohl von der KfW-Bank als auch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die KfW-Förderung von GasheizungenBei der KfW besteht die Wahl zwischen einem Investitionszuschuss und einem besonders zinsgünstigen Kredit für die Heizungserneuerung. Ist die Heizungsmodernisierung Teil einer kompletten energetischen Sanierung, lassen sich über die KfW noch weitere Förderungen akquirieren. Der Förderkredit ist im Rahmen des KfW-Programms 152 zu finden. Er kommt mit günstigen Zinssätzen, attraktiven Konditionen und einer maximalen Kreditsumme von 50.000 Euro. Unter Umständen kann obendrein ein Tilgungszuschuss ermöglicht werden. Der Investitionszuschuss findet sich im Programm 430. Heizungsmodernisierungen werden hier mit 10 Prozent der Investitionssumme bezuschusst. Maximal 5.000 Euro können auf diesem Wege beantragt werden.


BAFA-Förderung für Gasheizungen

Über das BAFA lassen sich bis zu 500 Euro beantragen. Voraussetzung ist, dass im Rahmen der Heizungserneuerung auch eine Solarthermieanlage installiert wird. Diese wird bei einer Kollektorfläche von bis zu 14 m² wiederum mit 2.000 Euro bezuschusst.

Kombination aus verschiedenen Fördertöpfen

Auch eine Kombination aus den oben genannten Fördermöglichkeiten ist möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass das Bauvorhaben mehr als einen Heizungswechsel umfasst und ein Effizienzhausstandard angestrebt wird. Diese Standards werden von der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgegeben und geben an, wie hoch der Energieverbrauch im Vergleich zu einem Referenzgebäude maximal sein darf. Zu diesem Zweck werden verschiedene Förderpakete angeboten, die neben der Heizungsmodernisierung auch die Wärmedämmung von Dächern, Wänden, Türen und Geschossdecken sowie den Einbau von Lüftungsanlagen umfassen. Wer eines dieser Effizienzhaus-Förderprogramme in Anspruch nimmt, hat auch gleichzeitig Anspruch auf eine Förderung durch das BAFA.

Soll jedoch allein die Heizung modernisiert werden, gilt es, sich vorab für eine der beiden Möglichkeiten zu entscheiden. Gerne helfen wir Ihnen bei der Suche nach der passenden Heizung und der bestmöglichen Förderung!