Gasetagenheizung

Funktion, Vorteile und Kosten einer Gasetagenheizung

Die Gasetagenheizungen dient der Beheizung eines Stockwerks oder auch einer einzelnen Wohnung. Da die Geräte oftmals in einer Wohnung aufgestellt bzw. montiert werden, sind sie entsprechend kompakt gebaut und beanspruchen daher auch nur wenig Platz.

Sehr häufig ersetzt eine neue Gasetagenheizung eine teure Beheizung mit Nachtspeicher. Dabei ist das Thema Nachtspeicher entsorgen eines der größten Probleme für viele Hausbesitzer.

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Einsatzgebiete und Kosten einer Gasetagenheizung

Eine Gasheizung läßt sich überall dort einsetzen, wo bereits ein Gasanschluss vorhanden ist. In den meisten Fällen werden Gasetagenheizungen mit Erdgas betrieben. Wird die Gasbrennwertheizung allein zum Heizen verwendet, spricht man auch von einer Gasheiztherme. Soll auch Wasser damit erwärmt werden, wird eine Gas-Kombitherme benötigt. Hier sorgt dann ein Durchlauferhitzer für die Bereitstellung warmen Wassers.

Für beide Varianten sind sowohl Niedertemperatur- als auch moderne Brennwertgeräte erhältlich, wobei letzteren aufgrund der höheren Effizienz der Vorzug gegeben werden sollte. Mit der Brennwertheizung ist besonders ressourcenschonendes Heizen möglich. Jedoch ist der Einsatz einer Brennwerttherme nur möglich, wenn ein entsprechend feuchteunempfindlicher Schornstein zu Verfügung steht. 

Die Anschaffungskosten für eine Gaskomitherme inkl. Installation beginnen bei 4.800 Euro. Eine Gas-Therme mit Warmwasserspeicher ist ab 6.200 Euro erhältlich.

Prinzip einer Gasetagenheizung

Wann ist eine Gasetagenheizung besonders lohnenswert?

Ob die Anschaffung einer Gasetagenheizung sinnvoll ist, hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Kosten, Wirkungsgrad und Flexibilität im Hinblick auf die Installation. Zusätzlich sollte beachtet werden, dass Gas-Kombitherme, mit denen die Versorgung mit Warmwasser sichergestellt wird, für große Wassermengen nicht geeignet sind. Das ideale Einsatzgebiet einer Kombitherme ist daher eine Wohnung oder ein kleines Einfamilienhaus.

Bei Gasthermen, die einzig zu Heizzwecken eingesetzt werden sollen, gestaltet sich die Lage schon anders. Diese sind nämlich sehr wohl für größere Heizleistungen geeignet und können daher auch problemlos in Mehrfamilienhäusern verwendet werden. Ist das Gebäude gut gedämmt und kommt darüber hinaus noch ein Brennwertgerät zum Einsatz, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht, ermöglicht dies eine besonders effiziente und damit kostensparende Art der Beheizung.

Auch eine Flüssiggasheizung kann als Etagenheizung verwendet werden. 

Vergleich der Brennstoffkosten verschiedener Energieträger

Gasetagenheizung: Sicherheit geht vor

Da sich die Gasetagenheizung im Gegensatz zur Zentralheizung direkt im Wohnraum befindet, ist die regelmäßige Kontrolle und Wartung unerlässlich. Denn Wartungsdefizite können verheerende Folgen habe. Aber auch Unwissenheit der Bewohner über den ordnungsgemäßen Umgang mit einer Etagenheizung sind häufig ein Grund für schwerwiegende Unfälle. 

Gasletagenheizung muss regelmäßig überprüft werden

Die Gasleitung von der Hauseinführung bis zum Gaszähler muss regelmäßig überprüft werden. Die jährliche Sichtprüfung muss durch einen Fachmann erfolgen. Alle 12 Jahre ist eine Leckmengenmessung notwendig. Beide Überprüfungen sind auch für die Gasleitung zwischen Gaszähler und Gastherme in der Wohnung notwendig. Gehen Sie bei der Gasleitung auf Nummer sicher. 

Gasetagenheizungen benötigen Sauerstoff für eine saubere und ordnungsgemäße Verbrennung. Der notwendige Sauerstoff wird meist über Nachströmöffnungen aus den Nachbarräumen zur Therme geführt. Man spricht von einer raumluftabhängigen Feuerstätte. Hierfür haben die Wohnraumtüren entweder Lüftungsgitter oder einen entsprechenden Unterschnitt. Beide dürfen auf keinen Fall verklebt werden und sollten regelmäßig gereinigt werden, damit eine ausreichende Verbrennungsluftmenge nachströmen kann. Alternativ kann die Verbrennungsluft über eine Öffnung in der Außenwand gezogen werden. Auch hier gilt: Öffnung auf keinen Fall verschließen. Eine unvollständige Verbrennung auf Grund von mangelnder Sauerstoffversorgung kann zur Kohlen-Monoxid-Vergiftung führen. 

Betriebs- und Wartungskosten bei Gasetagenheizungen

Die laufenden Kosten für den Betrieb einer Gasetagenheizung sind von drei Faktoren abhängig:

- Aktueller Gaspreis

- Persönliches Verbrauchsverhalten

- Wärmedämmung des Hauses

Als grober Richtwert für erste Überlegungen kann die Annahme zugrunde gelegt werden, dass pro Quadratmeter 100 Kilowattstunden Energie pro Jahr benötigt werden. Dieser Richtwert gilt jedoch nur dann, wenn die Heizung ausschließlich zum Heizen und nicht noch zusätzlich zur Warmwasserbereitung eingesetzt wird. Bei einer Wohnung mit 60 Quadratmetern würden so pro Jahr etwa 450 Euro für die Gasetagenheizung anfallen. Dies ist jedoch nur ein grober Richtwert, denn hier spielt noch die Wahl des Gasanbieters eine entscheidende Rolle, weswegen deutliche Abweichungen in beide Richtungen möglich sind.

Darüber hinaus sollten bei der Berechnung der laufenden Kosten auch die Kosten für Wartungsarbeiten an der Heizungsanlage mit einkalkuliert werden. Empfohlen wird, die Wartung mindestens einmal pro Jahr vornehmen zu lassen. Die hierfür anfallenden Kosten müssen auch in Mietwohnungen vom Mieter getragen werden. Im Schnitt kostet die Wartung einer Gasetagenheizung etwa 150 Euro. Je größer die Anlage, desto höher fallen in aller Regel auch die Kosten aus.

Um die Kosten für eine Gasetagenheizung zu senken, empfiehlt es sich, veraltete Geräte gegen neue, moderne Brennwertgeräte auszutauschen. Durch die höhere Effizienz moderner Gasthermen lassen sich die laufenden Gaskosten um bis zu 30 Prozent senken.

Vorteile einer Gasetagenheizung

  • Hoher Wirkungsgrad bei Verwendung einer Brennwerttherme
  • Separate Abrechnung jeder einzelnen Gasheizung im Mehrfamilienhaus
  • -> Keine Diskussion über die Heiznebenkosten
  • Ein Heizraum im Keller ist nicht notwendig
  • Keine Prüfung auf Legionellen gemäß Trinkwasserverordnung notwendig