Cyber-Angriffe auf Energieversorgung

Stromausfall durch Hacker-Angriff - was Sie wissen sollten

Stromausfälle als Verkaufsargument für eine Brennstoffzelle als Heizung oder eine Holzheizung ist doch nur Angstmacherei? Leider nicht.

Lesen Sie hierzu einen aktuellen Bericht in dem Experten für die Bundesregierung die Folgen eines längeren Stromausfalls untersuchten www.fokus.de/stromausfall. Auch die Redaktion der Zeitung Die Welt hat sich mit dem Thema beschäftigt. www.welt.de/Stromausfall-durch-Hackerangriffe Seit Jahren reduziert sich der Ausfall deutscher Stromnetze auf weniger als 13 Minuten pro Jahr (Vergleich: 2006 waren es noch über 20 Minuten). Im gleichen Zuge steigen aber Cyber-Angriffe auf deutsche uns europäische Kraftwerke und Umspannungswerke seit Jahren deutlich.

"Ich kann mir vorstellen, dass es Gruppen und Staaten gibt, die herausfinden wollen, wie anpassungsfähig die deutsche Gesellschaft bei einem Stromausfall ist", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière Ende August 2016.

Grund genug, dass wir uns dem Thema annehmen und Sie über die Auswirkungen eines Stromausfalls informieren. 

Ein flächendeckender Stromausfall in Deutschland, hervorgerufen durch Hackerangriffe, einen Terroranschlag oder eine unvorhersehbare Naturkatastrophe würde Deutschland lahm legen. Innerhalb weniger Stunden stünde Deutschland still. Kaum einer macht sich darüber Gedanken. Strom kommt doch wie selbstverständlich zuverlässig aus der Steckdose. Doch was wäre wenn und wie genau sehen dann die Einschränkungen aus? 

Licht: Klar, das Licht vermissen wir höchstwahrscheinlich als Erstes. 

Telefon: Weder Mobilfunk noch Festnetz funktionieren. Notrufe können nicht abgesetzt werden.

Trinkwasserversorgung: Da die Pumpen in den Wasserwerken nicht funktionieren, kommt kein Wasser mehr aus den Leitungen. Kochen, duschen und der gewohnte Gang zur Toilette sind damit erstmal Geschichte. 

Schmutzwasserentsorgung: Ohne Hebewerke und Kläranlagen verwandeln sich alle größeren Städte innerhalb in stinkende Kloaken.

Heizung: Sowohl der Heizkessel als auch die Heizungspumpen benötigen Strom. Die Wohnung würde im Winter in kürzester Zeit auskühlen. 

Auto: Klar, das Auto kann noch fahren. Aber da Ampelanlagen nicht mehr funktionieren, kommt der Verkehr gerade in Großstädten durch Unfälle schnell zum erliegen. Bei einem leeren Tank wird es schwer, an neuen Kraftstoff zu gelangen, denn die Zapfsäulen an Tankstellen benötigen ebenfalls Strom. 

Zug: Die klassische Diesel-Lok hat lange schon ausgedient. Züge fahren heute elektrisch. Ohne Strom bleiben die Züge einfach stehen. 

Informationen: Internet, Fernseher und Radio sind ohne Strom nicht zu gebrauchen. Gut, wer noch ein batteriebetriebenes Radio im Keller hat. 

Versorgung: Ohne Strom können Geschäfte die Türen nicht öffnen, die Kassensysteme funktionieren nicht und die Kühlhäuser fallen aus. Viele Waren sind innerhalb weniger Tage verdorben. Das gilt übrigens auch für Ihre private Kühltruhe und den Kühlschrank.  

Sie sehen, mit welchen Einschränkungen Sie sich innerhalb weniger Stunden beschäftigen müssen. Wer jetzt seien Energie selbst erzeugen kann, ist in einer sehr komfortablen Situation.

Lösungsbeispiel Nr. 1: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und ein Stromspeicher mit Phasenwandler im Keller. Dazu noch eine Scheidholzanlage mit ausreichendem Holzvorrat und der Blackout kann kommen. 

Lösungsbeispiel Nr. 2: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und ein Stromspeicher mit Phasenwandler im Keller. Dazu noch eine Ölheizungsanlage mit ausreichendem Heizölvorrat und der Blackout kann kommen. 

Wer sich für eine der beiden Anlagen-Beispiele entscheidet, spart dauerhaft Energie und ist im Fall der Fälle bestens abgesichert. Sagen Sie es nur nicht Ihrem Nachbarn. 

Wie Sie sich im Extremfall richtig verhalten und was Sie im Vorfeld bereits tun können, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in einem Ratgeber zusammengefasst. Bei Interesse können Sie den Ratgeber hier downloaden. Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen